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Wirtschaftsaussichten in Europa Cefic erwartet Stabilisierung der EU-Chemieproduktion im Jahr 2020

| Redakteur: Alexander Stark

Cefic, der europäische Verband der chemischen Industrie, erwartet für 2019 einen Rückgang der Chemieproduktion in der Europäischen Union um 1 % gegenüber 2018. Für 2020 geht der Verband davon aus, dass die Chemieproduktion auf dem Niveau von 2019 bleibt.

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Trotz leicht rückläufiger Wachstumsprognosen bleibt Europa der zweitgrößte Chemieproduzent der Welt.
Trotz leicht rückläufiger Wachstumsprognosen bleibt Europa der zweitgrößte Chemieproduzent der Welt.
(Source: gemeinfrei / Pixabay )

Brüssel/Belgien - Das Geschäftsklima der Chemiebranche wurde in diesem Jahr durch das schwächere globale Wirtschaftswachstum, die politische Unsicherheit um den Brexit und die anhaltenden Handelskonflikte beeinträchtigt. Die Nachfrage nach Chemieprodukten war in diesem Jahr ebenfalls geringer als 2018, da verschiedene wichtige Abnehmerbranchen von Chemieprodukten (Automobilindustrie, Elektrogeräte) ihre Produktion im Jahr 2019 deutlich zurückgefahren haben.

Auf der positiven Seite steht die Bauindustrie, ein weiterer wichtiger Abnehmer von chemischen Produkten, mit einem stabilen Wachstum von 2,5 %. Der Bausektor profitiert von den niedrigen Zinsen und wachsenden Infrastrukturinvestitionen, so dass auch für 2020 ein weiteres Wachstum erwartet wird. Da die chemische Industrie viele Lösungen und Technologien für Infrastruktur und energieeffizientes Bauen anbietet, wird hier die Nachfrage voraussichtlich steigen.

Trotz leicht abgeschwächter Wachstumsprognosen bleibt Europa der zweitgrößte Chemieproduzent der Welt. Laut René van Sloten, Cefic Executive Director Industrial Policy, könnten Wettbewerbsvorteile und zukünftiges Wachstum auf dem Kontinent durch spezialisierte, höherwertige Produkte und Lösungen für eine klimaneutrale und kreislauforientierte Wirtschaft entstehen. Voraussetzung sei, dass es den richtigen politischen Rahmen der EU und eine ausreichende Unterstützung für innovative Chemie gebe, fügte er hinzu.

Die Aussichten für das Jahr 2020 werden voraussichtlich auf dem Niveau von 2019 bleiben. Während steigende Realeinkommen die Nachfrage nach Industriegütern auf einem stabilen Niveau halten dürften, werden die anhaltende politische Unsicherheit und das schwierige Handelsumfeld wahrscheinlich kein signifikantes Wachstum begünstigen.

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