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Neue Impulse könnte auch die Überlegung geben, ob in Zukunft noch separate Grenzstandschalter benötigt werden oder ob sich solche Aufgaben auch über einen sicherheitsgerichteten Feldbus erledigen lassen. Klaus-Peter Lindner, PNO (Profibus Nutzerorganisation)-Vorstand ist überzeugt, dass sich in zehn Jahren Profisafe in der Prozessautomatisierung etabliert haben wird. „Noch überwiegen einfache Lösungen, wie etwa die Leckageüberwachung von Behältern. Langfristig werden mit zunehmenden Umweltschutzanforderungen intelligente Lösungen wie Profisafe benötigt“, ist Lindner überzeugt.
Auch erweiterte Diagnosefunktionalitäten oder Wireless-Anbindungen sind Themen, die Hersteller und Anwender beschäftigten, wie Tim Milarch von Emerson bestätigt. Das Unternehmen setzt hierfür auf die geführte Mikrowelle. „Diese Technologie arbeitet bei hohen Drücken und Temperaturen, bei großen Messbereichen und kleinen DK-Werten und ist nahezu wartungsfrei“, nennt Milarch Gründe für den bevorzugten Einsatz. Mit der Serie 5300 lassen sich im laufenden Prozess z.B. Produktablagerungen an der Sonde erkennen und somit eine Fehlmessung vermeiden. In puncto drahtloser Übertragung setzt man bei Rosemount auf den neuen WirelessHart-Standard. „Seit kurzem haben wir mit der Rosemount Serie 2160 den weltweit ersten WirelessHart-Grenzschalter, basierend auf der Schwinggabel-Technologie, herausgebracht.“
Neue Geräte im Anmarsch
Obwohl die Unternehmen bereits ein breites Spektrum an unterschiedlichen Technologien und Geräten bieten, gibt es dennoch Raum für Neuentwicklungen.
- Bei Vega stehen vor allem die Mikrowellenschranke Vegamip sowie die radiometrischen Sensoren ProTrac im Mittelpunkt. Deren Vorteile liegen in der Verschleiß- und Wartungsfreiheit. Sie ersparen dem Anwender damit Kosten bei Wartung und Pflege.
- Endress+Hauser wird sein breites Produktprogramm in einigen Details ergänzen. Dazu zählt z.B. ein Ultraschallsensor im unteren Preissegment, der Prosonic T FMU30, eine Mikrowellenschranke mit neuen Eigenschaften (Soliwave M FQR56/FDR56), der Schüttgutbewegungsmelder Solimotion T FTR20 sowie Namur-Elektroniken für kapazitive Sonden.
- Im Fokus bei Baumer stehen „derzeit unser Füllstandwertschalter FlexLevel Switch der auf dem Prinzip der dielektrischen Beeinflussung einer elektromagnetischen Welle beruht“, so Walldorf. Vorteil ist die Unabhängigkeit vom Medium. So können praktisch alle Flüssigkeiten, Pulver und Granulate mit einem einzigen Sensor erkannt werden.
- Bei Krohne liegt der Fokus weiterhin auf den Mikrowellentechnologien Radar und TDR. „Wir werden unsere modularen Plattformkonzepte erweitern und unsere Geräte SIL-konform nach DIN EN 61508 entwickeln“, so Lenz. Die Technologien bieten immer noch ein enormes Potential. Lenz nennt als Beispiel den Optiwave 6300 mit Tropfenantenne: „Mit der Kombination aus innovativem Design, modernen Werkstoffen und einer hohen Signaldynamik sind bei diesem Gerät z.B. Spülsysteme, sperrige Parabolantennen sowie aufwändige Vorrichtungen zur Ausrichtung der Antenne überflüssig.“
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