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Künstliche Photosynthese Aus Kohlendioxid sollen Pflegeprodukte werden

| Redakteur: Alexander Stark

Beiersdorf und Evonik haben eine Forschungskooperation vereinbart. Ziel ist die Entwicklung nachhaltiger Rohstoffe für Pflegeprodukte, die Kohlendioxid (CO2) als Ausgangsstoff nutzen.

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Kohlendioxid soll als Ausgangsstoff dienen, um nachhaltige Rohstoffe für Pflegeprodukte zu entwickeln.
Kohlendioxid soll als Ausgangsstoff dienen, um nachhaltige Rohstoffe für Pflegeprodukte zu entwickeln.
(Bild: Beiersdorf )

Essen – Auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen, die zugleich den CO2-Fußabdruck des Unternehmens reduzieren kann, ist Beiersdorf gemeinsam mit Evonik auf die künstliche Photosynthese gestoßen. Die Idee: Wertvolle Rohstoffe für Pflegeprodukte entstehen nach dem Vorbild der natürlichen Photosynthese aus Wasser und CO2 mithilfe von Strom aus Sonnenenergie und Bakterien. Das gemeinsame Forschungsvorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Summe von rund einer Million Euro gefördert.

Dr. May Shana’a, Corporate Senior Vice President Forschung & Entwicklung, Beiersdorf, meint, dass die Forschungskooperation perfekt zu der Nachhaltigkeitsagenda ihres Unternehmens passe. Der Konzern verfolgen die Vision, klimapositiv zu werden und will dazu beitragen, den Kohlenstoffkreislauf zu schließen. Wenn es dem Unternehmen gelingt, CO2 als Quelle für die Rohstoffe seiner Pflegeprodukte zu nutzen, reduziert das den Carbon Footprint des Unternehmens und verringert zugleich den Flächenverbrauch für nachwachsende Rohstoffe. Gemeinsam mit Evonik prüft der Hersteller, welche Rohstoffe mithilfe der künstlichen Photosynthese hergestellt werden können und für Pflegeprodukte geeignet sind. Während dies in einigen anderen Branchen bereits in einem frühen Stadium zu beobachten sei, stehe die Anwendung innerhalb der Kosmetikindustrie noch ganz am Anfang, so Shana’a weiter.

Die Technologieplattform für die künstliche Photosynthese entwickelt Evonik mit Siemens im vom BMBF geförderten Projekt Rheticus. In der davon unabhängig jetzt gestarteten Forschungskooperation zwischen Evonik und dem Hautpflegespezialisten Beiersdorf sieht das Spezialchemieunternehmen die Chance, das künftige Produktportfolio für die künstliche Photosynthese zu erweitern. Thomas Haas, verantwortlich für die künstliche Photosynthese bei Evonik freut sich, mit Beiersdorf einen Partner gefunden zu haben, der die Wertschöpfungskette zu nachhaltigen CO2-basierten Produkten in Richtung Endverbraucher verlängert.

Die beiden Konzerne sind mit ihrem Forschungsvorhaben Partner im P2X II Projekt des BMBF, das im September 2019 gestartet wurde und zu den Kopernikus-Projekten gehört. Diese bilden eine der größten deutschen Forschungsinitiativen zum Thema Energiewende. Allein am P2X II Projekt sind insgesamt 42 Partner beteiligt. Ziel ist es, Prozesse zu entwickeln, die erneuerbare Energie nutzen, um hochwertige Produkte herzustellen.

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