Unwetter in Deutschland Abwasseranlage im Chemiepark Knapsack läuft über

Redakteur: Alexander Stark

Der heftige, stundenlang andauernde Starkregen am 14. Juli ist auch am Chemiepark Knapsack nicht spurlos vorbeigegangen. Ab den Nachmittagsstunden war es durch die massiven Niederschlagsmengen zu Einschränkungen im Bereich der zentralen Abwasserbehandlungsanlage im Werkteil Hürth des Chemieparks gekommen.

Am 14. Juli 2021 ist es aufgrund der erhöhten Niederschlagsmengen zu Einschränkungen im Bereich der zentralen Abwasserbehandlungsanlage im Werkteil Hürth des Chemieparks Knapsack gekommen.
Am 14. Juli 2021 ist es aufgrund der erhöhten Niederschlagsmengen zu Einschränkungen im Bereich der zentralen Abwasserbehandlungsanlage im Werkteil Hürth des Chemieparks Knapsack gekommen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Hürth (dpa/lnw) - Nach dem Überlaufen einer Abwasserbehandlungsanlage im Chemiepark Knapsack in Hürth bei Köln haben Anwohner Hautreizungen erlitten. Wie die Zentrale Einsatzleitung des Chemieparks am Mittwochabend mitteilte, hatte der viele Regen zu Einschränkungen an der Anlage geführt. Ein Überlaufen habe nicht verhindert werden können. Dadurch sei es zum Abfluss erheblicher Mengen Niederschlagswassers sowie Abwassers auf eine Straße gekommen. Ein Sprecher bezifferte die Anzahl der betroffenen Personen mit „ein paar“. Der Chemiepark machte zunächst keine Angaben darüber, welche Stoffe die Hautreizungen ausgelöst haben könnten. Im Chemiepark sind nach eigenen Angaben rund 30 Unternehmen tätig.

Wie der Chemiepark am 15. Juli mitteilte, ergab die Analyse während des Ereignisses entnommener Proben im Bereich des Chemieparks und der Stadt Hürth keine auch nur annähernd gefährlichen Schadstoffgehalte und bewegten sich im Rahmen der für die Anlage genehmigten Konzentrationen. Auch die starke Verdünnung mit Regenwasser habe dafür gesorgt, dass aus der Kläranlage des Chemieparks freigesetzte Abwässer unbedenklich seien und nicht zu gesundheitlichen Gefährdungen der Bevölkerung geführt hätten. Am späten Abend wurde der Wasserübertritt mit Abnahme der Regenmenge gestoppt.

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