Newsticker Juni: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Explosion in indischem Chemiewerk fordert Zwölf Leben

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11.06.2025

Schkopau/Böhlen (dpa) *13:36 Uhr – Dow sagt Azubi-Jahrgang wegen Sparzwang ab

Der kriselnde Chemiekonzern Dow wird in diesem Jahr keine neuen Auszubildenden an seinen Standorten in Schkopau in Sachsen-Anhalt und im sächsischen Böhlen einstellen. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde nach intensiver Betrachtung beschlossen, den Ausbildungsjahrgang 2025/2026 auszusetzen. Zuvor hatte die «Mitteldeutsche Zeitung» berichtet.

Betroffen seien 26 Jugendliche, die ursprünglich am 1. September ihre Ausbildung beginnen sollten. Grund für den Schritt sind laut Dow aktuelle Kostensparmaßnahmen sowie Unsicherheiten über den künftigen Ausbildungsbedarf. «Wir bedauern diese Entscheidung sehr, mussten sie aber aufgrund mehrerer Faktoren so treffen», teilte das Unternehmen mit.

Bereits laufende Ausbildungsverhältnisse bleiben von dem Schritt unberührt. Den betroffenen Bewerberinnen und Bewerbern habe Dow gemeinsam mit den Betriebsräten Hilfe bei der Suche nach alternativen Ausbildungsplätzen zugesagt. Man stehe zudem in Kontakt mit der Bundesagentur für Arbeit sowie den Industrie- und Handelskammern.

Hintergrund der Entscheidung ist eine umfassende Überprüfung zentraler Produktionsanlagen des Konzerns in Europa - darunter auch die Werke in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Im Frühjahr hatte Dow angekündigt, unter anderem die Chloralkali- und Vinylanlagen in Schkopau sowie den Steamcracker in Böhlen auf den Prüfstand zu stellen. Dieser stellt aus Rohbenzin chemische Grundstoffe her. Als Gründe nannte das Unternehmen unter anderem hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie wachsende Überkapazitäten auf dem Markt. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der betroffenen Anlagen steht laut Dow noch aus. Mit Ergebnissen rechnet der Konzern bis Mitte 2025.

Köln (ots) *10:00 Uhr – VAA-Einkommensumfrage: Bonuszahlungen in Großunternehmen um mehr als die Hälfte gesunken

Im Vergleich zum Vorjahr ist das Gesamteinkommen der außertariflichen Angestellten in der chemisch-pharmazeutischen Branche 2024 mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent annähernd konstant geblieben. Das zeigt die aktuelle Ausgabe der jährlichen Einkommensumfrage, die der VAA gemeinsam mit der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) durchführt. Das Median-Gesamteinkommen lag 2024 insgesamt bei rund 137.000 Euro. Dazu gehören neben Fixgehalt und Bonus auch sonstige Gehaltsbestandteile wie geldwerte Vorteile aus Dienstwagen, Erlöse aus Aktienoptionen und Sonderzahlungen.

Wie im Vorjahr haben sich die Bestandteile des Gesamteinkommens dabei gegenläufig entwickelt: Während die Fixgehälter um 3,6 Prozent zulegten, gab es bei den Bonuszahlungen einen deutlichen Rückgang um fast 24 Prozent. Im Vorjahr waren die Bonuszahlungen bereits um 17 Prozent gesunken. Die sonstigen Gehaltsbestandteile gingen 2024 um fast 13 Prozent zurück.

Die Entwicklung der Bonuszahlungen fiel dabei 2024 je nach Unternehmensgröße sehr unterschiedlich aus: Während die Boni in kleinen Unternehmen (bis 1.000 Mitarbeitende) nur leicht gesunken und in mittelgroßen Unternehmen (1.001 bis 10.000 Mitarbeitende) sogar um mehr als fünf Prozent gestiegen sind, müssen die Fach- und Führungskräfte in Großunternehmen (mehr als 10.000 Mitarbeitende) deutliche Einschnitte hinnehmen: Hier betrug der Bonusrückgang im Durchschnitt über 55 Prozent.

Mit solchen Quer- und Längsschnittbetrachtungen ermögliche die VAA-Einkommensumfrage einen einzigartigen Überblick über die Gehaltsentwicklungen in der Chemie- und Pharmabranche. An der aktuellen Umfrage beteiligten sich insgesamt mehr als 4.000 Personen. Ein wissenschaftlich kompetentes und statistisch robustes Fundament erhält die Untersuchung durch die gemeinsame Durchführung mit der GDCh und die wissenschaftliche Begleitung durch die RWTH Aachen.

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