Newsticker Juni: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Explosion in indischem Chemiewerk fordert Zwölf Leben

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17.06.2025

Peking (dpa) *13:28 Uhr – Neun Tote nach Explosion in chinesischer Feuerwerksfabrik

Bei einer Explosion in einer Feuerwerksfabrik in Zentralchina sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. 26 weitere wurden verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die örtlichen Behörden berichtete. Die Explosion ereignete sich demnach bereits am Montagmorgen im Kreis Linli in der Provinz Hunan. Eine Such- und Rettungsaktion war auch am Dienstag weiterhin im Gange. Zudem wurde ein Ermittlungsteam eingesetzt, um die Ursache des Unglücks zu klären.

China produziert einen Großteil der weltweit gehandelten Feuerwerkskörper. Bei der Herstellung kam es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen mit Toten und Verletzten. Auch Chemiewerke sind regelmäßig von Unglücken betroffen. Erst im Mai waren bei einer Explosion in einer Chemiefabrik im Osten Chinas mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden gehen seit Jahren gegen Sicherheitsverstöße vor. Dennoch kommt es weiterhin zu Unglücken, weil Vorschriften nicht eingehalten werden.

Gladbeck (dpa/lnw) *13:28 Uhr – Ineos-Tochter schließt Werk in Gladbeck

Der Chemiekonzern Ineos schließt ein Werk seiner Phenol-Sparte in Gladbeck. Die Produktion soll eingestellt werden, das treffe 279 Beschäftigte, teilte das Unternehmen mit. Phenol ist eine Industriechemikalie, sie dient als Zwischenprodukt zur Herstellung von Kunststoffen. Hohe Energiekosten in Europa und die europäische CO2-Steuerpolitik hätten dazu geführt, «dass Europa im Hinblick auf importierte chinesische Erzeugnisse und das weltweite Überangebot nicht mehr wettbewerbsfähig ist», heißt es in einer Mitteilung. Das Unternehmen kündigte Gespräche mit Betriebsrat, Beschäftigten, Kunden und Lieferanten an. Ein Termin für die Stilllegung steht bisher nicht fest. Bis dahin soll der Betrieb weiterlaufen.

Am zweiten Standort der Phenol-Sparte in Antwerpen soll weiterproduziert werden, wie eine Sprecherin sagte. Aufgrund der geringen Nachfrage sei es wirtschaftlich nicht möglich, beide Werke gleichzeitig auszulasten. Das Unternehmen hatte deshalb bereits Anfang des Jahres angekündigt, die Anlage in Gladbeck vorübergehend herunterzufahren.

Ineos Phenol ist eine Tochter des in Köln ansässigen Konzerns Ineos. Das Werk in Gladbeck besteht seit 1954 und produziert Phenol und Aceton. Die Stoffe werden zum Beispiel für die Herstellung von Front- und Heckleuchten sowie von Bremsbelägen bei Kraftfahrzeugen verwendet sowie als Lösungsmittel in der verarbeitenden Industrie. Die Produktionskapazität liegt laut Ineos bei rund 650.000 Tonnen pro Jahr.

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