Newsticker Juni: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Explosion in indischem Chemiewerk fordert Zwölf Leben

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02.06.2025

Mainz (dpa/lrs) *12:46 Uhr – Milliardenschwere Kooperation von Biontech und US-Konzern

Biontech wird die weitere Entwicklung eines seiner vielversprechendsten Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von Krebs gemeinsam mit dem US-Konzern Bristol Myers Squibb vorantreiben. Eine Vereinbarung beider Unternehmen sieht eine gemeinsame globale Entwicklung und Kommerzialisierung von dem Wirkstoffkandidaten BNT327 vor, wie Biontech mitteilte. Damit verbunden sind milliardenschwere Zahlungen des US-Konzerns an die Mainzer.

BNT327 soll unter anderem Effekte von Tumoren entgegenwirken, die das körpereigene Immunsystem unterdrücken. Denkbar ist der Einsatz bei ganz unterschiedlichen Krebsarten, als alleiniges Mittel oder in Kombination mit anderen. Späte Studien der Phase 3 laufen zu Lungenkrebs - bis Ende dieses Jahres soll eine weitere zu Brustkrebs starten. Biontech hatte sich die Rechte an dem Wirkstoffkandidaten einst mit der Übernahme des chinesischen Unternehmens Biotheus gesichert.

Die Vereinbarung zwischen Biontech und Bristol Myers Squibb sieht den Angaben zufolge unter anderem vor, dass die Amerikaner insgesamt 3,5 Milliarden Dollar (rd. 3,06 Mrd. Euro) an Biontech zahlen. Diese Zahlungen sind nicht an Bedingungen geknüpft und setzen sich zusammen aus einer Vorauszahlung von 1,5 Milliarden Dollar bereits im zweiten Quartal sowie Fortsetzungszahlungen bis 2028 von insgesamt zwei Milliarden Dollar.

Unter bestimmten Bedingungen - also wenn Meilensteine bei der Entwicklung, einer möglichen Zulassung oder Vermarktung erreicht werden - kann Biontech weitere bis zu 7,6 Milliarden Dollar bekommen. Vorgesehen ist auch, dass Biontech und Bristol Myers Squibb sich die Kosten für klinische Studien je zur Hälfte teilen. Auch Gewinne und Verluste mit dem Wirkstoffkandidaten sollen zu gleichen Teilen aufgeteilt werden.

Paris (dpa) *09:18 Uhr – 9-Milliarden-Dollar-Deal: Sanofi kauft US-Pharmafirma

Der französische Arzneimittelhersteller Sanofi will mit einer milliardenschweren Übernahme des US-Pharmaunternehmens Blueprint Medicines sein Geschäft mit seltenen immunologischen Krankheiten stärken. Sanofi werde 129 Dollar pro Aktie in bar zahlen oder 9,1 Milliarden Dollar (rund acht Milliarden Euro), teilte das Unternehmen in Paris mit. Dies entspricht einem Aufschlag von 27 Prozent auf den Schlusskurs von Blueprint am Freitag.

«Die geplante Übernahme von Blueprint Medicines stellt einen strategischen Schritt nach vorn in unseren Portfolios für seltene Arzneimittel und Immunologie dar», sagte Sanofi-Chef Paul Hudson. «Sie erweitert unsere Pipeline und beschleunigt unsere Transformation zum weltweit führenden Immunologie-Unternehmen.»

Durch den Zukauf erhält das Unternehmen das in den USA und der EU zugelassene Medikament Avapritinib zur Behandlung seltener Immunerkrankungen sowie eine vielversprechende Pipeline an Immunologieprodukten. Avapritinib ist das einzige zugelassene Mittel gegen eine seltene Immunerkrankung, bei der sich veränderte Mastzellen im Knochenmark, der Haut, dem Verdauungstrakt und anderen Organen ansammeln und aktiv werden.

Die Blueprint-Aktionäre können Sanofi zufolge zusätzlich weitere Meilenstein-Zahlungen erhalten, wenn ein bestimmter Medikamenten-Kandidat gewisse Entwicklungsstufen erreicht. Dann würde die Bewertung auf bis zu 9,5 Milliarden US-Dollar steigen. Die Übernahme soll im dritten Quartal abgeschlossen werden und keinen bedeutenden Einfluss auf die Finanzprognose von Sanofi für 2025 haben. Sanofi wird an der Börse derzeit mit rund 107 Milliarden Euro bewertet.

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