27.06.2025: WHO-Rat: China mauert - Ursprung des Coronavirus unklar
Genf (dpa) *17:05 Uhr – WHO-Rat: China mauert - Ursprung des Coronavirus unklar
China hat nach Angaben eines Beraterstabs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis heute wichtige Informationen zum Ursprung des Coronavirus Sars-CoV-2 nicht geteilt. Deshalb sei es weiter nicht möglich, zu sagen, wie das Virus sich mit so verheerenden Konsequenzen unter Menschen verbreiten konnte, berichtete die Vorsitzende des Rates, Marietjie Venter von der Universität Witwatersrand in Südafrika. Die US-Regierung unter Donald Trump und andere äußern immer wieder die Vermutung, dass das Virus aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan entwichen sein könnte. Dort waren Ende 2019 die ersten Fälle von Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 bekanntgeworden. Von dort breitete sich das gefährliche Virus auf der ganzen Welt aus.
Bei Geheimdienstberichten, die diese Theorie offenbar untermauerten, handele es sich oft um politische Meinungen, nicht wissenschaftliche Erkenntnisse, sagte Venter. Unter anderem hatte der US-Geheimdienst CIA diese Theorie Ende Januar wieder genährt. Nach Angaben von Venter ist es wegen der mangelnden chinesischen Kooperation weiterhin nicht möglich, die Theorie zu bestätigen oder zu verwerfen, dass das Virus aus einem Labor in Wuhan entwich, das sich mit Coronaviren beschäftigte.
Berlin (ots) *11:23 Uhr – BVTE fordert Legalisierung von Nikotinbeuteln
Bei einem parlamentarischen Frühstück mit Abgeordneten und Mitarbeitern des Deutschen Bundestages konnte der BVTE über Innovationen und neue Entwicklungen in der Nikotin- und Tabakbranche diskutieren. Mit E-Zigaretten, Tabakerhitzern und oralen Nikotinprodukten gibt es eine Reihe neuer Produkte, die potenziell weniger schädlich als konventionelle Zigaretten sind.
Werden sich diese neuen Formen des Nikotingenusses am Markt durchsetzen? British American Tobacco (BAT), ein Mitgliedsunternehmen des BVTE, ist davon überzeugt und hat den aktuellen Kenntnisstand zu risikoreduzierten Produkten (Tobacco Harm Reduction) in einem Kompendium namens Omni(TM) zusammenfasst. Omni(TM) ist einerseits Referenz für wissenschaftliche Grundlagen, es umfasst hauptsächlich unabhängige Studien sowie eigene Forschungsarbeiten des Unternehmens.
Omni(TM) dokumentiert zugleich den Transformationsprozess von BAT hin zu verbrennungsfreien Produkten, um den Nikotinkonsum von den Risiken des Rauchens zu entkoppeln. BAT-Wissenschaftlerin Dr. Marianna Gaca nannte einen wichtigen Meilenstein, den das Unternehmen erreichen will: Bis 2035 soll mit rauchfreien Nikotin- und Tabakprodukten mindestens die Hälfte des Gesamtumsatzes generiert werden. Erwachsene Raucher*innen werden dazu ermutigt, von verbrennbaren Produkten auf rauchfreie Tabak- und Nikotinprodukte umzusteigen und somit die Risiken, die durch das Rauchen entstehen können, zu reduzieren.
Die Tarifverhandlungen für die bundesweit 70.000 Beschäftigten der Kautschukindustrie gehen in die wohl entscheidende Runde. In Hannover kommen am Freitag die Gewerkschaft IGBCE und der Arbeitgeberverband ADK zu ihrer dritten und Verhandlungsrunde zusammen. Beide Seiten sprachen von einer entscheidenden Verhandlung und zeigten sich gewillt, zu einer Einigung zu kommen. Ab 10 Uhr wollen sie in einem Hotel in Hannover verhandeln. Wie lange es gehen wird, sei völlig offen.
Unter den Tarif fallen direkt oder indirekt rund 70.000 Beschäftigte, die meisten davon in Hessen, gefolgt von Niedersachsen. Das Gros stellen dabei laut ADK die Autozulieferer, allen voran die großen Reifenhersteller Goodyear und Pirelli. Zur Branche gehören aber auch Kondomhersteller wie Mapa aus dem niedersächsischen Zeven (Fromms, Blausiegel, Billy Boy), Produzenten von Babyschnullern, Rettungswesten und Krankenhaus-Schläuchen.
Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Entgelte um 6,7 Prozent sowie eine deutliche Steigerung der Auszubildendenvergütungen.
Außerdem will sie einen spürbaren Vorteil für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen und die Attraktivität der Schichtarbeit verbessern. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Die Arbeitgeber hatten ursprünglich zwei Erhöhungen um 40 und 50 Euro angeboten - bei einer Laufzeit von 25 Monaten. Zudem zeigten sich die Arbeitgeber offen für einen zusätzlichen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder.
Stand: 08.12.2025
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Remagen/Bad Neuenahr-Ahrweiler (dpa/lrs) *14:51 Uhr – 142 Millionen Euro Förderung für Kläranlage
Millionen für das Abwasser: Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) hat für eine neue Kläranlage in Remagen rund 142 Millionen Euro Förderung übergeben. «20 Millionen habe ich ja schon mal vorbeigebracht», sagte Eder bei der Übergabe in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Jetzt komme die Förderung über rund 142 Millionen Euro dazu. «Das ist der größte Förderbescheid des gesamten Wiederaufbaus.»
Das Gesamtprojekt kostet geschätzt rund 212 Millionen Euro. Dafür entstehe eine der modernsten Kläranlagen Deutschlands, sagte die Umweltministerin. «Sie ist hochwassersicher, sie soll mit einer vierten Reinigungsstufe für den Gewässerschutz ausgestattet werden, mit hohen Ansprüchen an die Energieautarkie.» Außerdem sei die Kläranlage vollgepackt mit Innovation und Angeboten zur Wissensvermittlung.
Berlin (ots) *14:43 Uhr – Anteil des Großhandels an den Arzneimittelausgaben geht zurück
Über steigende Arzneimittelausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird intensiv diskutiert. Aktuelle Zahlen zeigen, dass der Pharmagroßhandel zu dieser Entwicklung nicht beiträgt: Sein Anteil an den GKV-Ausgaben für Arzneimittel ist in weniger als 15 Jahren um 30 Prozent zurückgegangen. «Der vollversorgende Pharmagroßhandel ist im Gesundheitssystem kein Kostentreiber», sagen die Geschäftsführer des PHAGRO | Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels, Michael Dammann und Thomas Porstner. «Dank hoher Effizienz bleiben wir ein Garant der Versorgungsstabilität, und das bei sinkenden Kostenanteilen.»
Der vollversorgende Pharmagroßhandel beliefert mehrmals täglich alle ca. 17.000 Apotheken in Deutschland und ist damit ein elementarer Bestandteil der Arzneimittelversorgung. Dennoch entfielen 2024 gerade einmal 2,8 Prozent der GKV-Ausgaben für Arzneimittel auf den Großhandel. Das geht aus dem Jahrbuch «Zahlen, Daten, Fakten 2025» hervor, das die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) im Juni veröffentlicht hat. Im Jahr 2010 hatte der Anteil noch bei vier Prozent gelegen.
Der sinkende Anteil ist eine direkte Folge der seit Jahren nahezu unveränderten gesetzlichen Großhandelsvergütung und dem damit zusammenhängenden Margenrückgang. «Für die angestrebte Stärkung der Vor-Ort-Versorgung muss die Bundesregierung neben der Anpassung der Apothekenhonorare diese Entwicklungen mitdenken», betonen die PHAGRO-Geschäftsführer. Sie unterstützen die Position der gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Simone Borchardt, nach einer «Lösung aus einem Guss».
23.06.2025
Amsterdam (dpa) *09:08 Uhr – Gaspreis sinkt deutlich
Der Preis für europäisches Erdgas sinkt mit der Hoffnung auf eine Entspannung der Lage im Nahen Osten deutlich. Im Krieg zwischen Israel und dem Iran ist inzwischen eine Waffenruhe in Kraft getreten.
Der richtungweisende Terminkontrakt TTF für europäisches Erdgas zur Auslieferung in einem Monat sackte in den ersten Handelsminuten um mehr als zwölf Prozent ab. Zuletzt wurde der Terminkontrakt zu 35,40 Euro je Megawattstunde (MWh) gehandelt, nachdem er am Vortag noch bei etwa 41 Euro gelegen hatte.
Mit der Talfahrt erreichte der Gaspreis wieder in etwa das Niveau, das er zu Beginn des Kriegs zwischen Israel und dem Iran am 13. Juni hatte. In den vergangenen Handelstagen war die Notierung vor allem durch die Sorge einer Eskalation des Kriegs mit einer möglichen Blockade der Meerenge von Hormus als wichtige Transportroute nach oben getrieben worden.
Zwar wird der Großteil des Gases, das die Meerenge von Hormus passiert, nach Asien geliefert. Engpässe und höhere Preise auf dem asiatischen Markt hätten aber auch Auswirkungen auf den Gashandel in Europa, da beide Regionen um einen begrenzten Anteil der globalen Versorgung mit Flüssiggas konkurrieren.
Angesichts der wachsenden Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten gehen Marktbeobachter davon aus, dass sich die Händler wieder darauf konzentrieren, die europäischen Gasvorräte mit Hilfe der steigenden Lieferungen aus den USA aufzufüllen.
23.06.2025
New York/London (dpa) *08:09 Uhr – Ölpreise ziehen nach US-Angriff auf den Iran an
Die Preise für Rohöl sind am Montagmorgen nach dem US-Angriff auf iranische Atomanlagen gestiegen. Der Preis für ein in Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kletterte in den ersten Handelsminuten der Woche um bis zu knapp sechs Prozent auf 81,40 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Mitte Januar. Das Kursplus schmolz allerdings schnell wieder etwas ab - zuletzt legte der Brent-Preis noch um eineinhalb Prozent auf 78,18 Dollar zu.
Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI lag zuletzt mit etwas mehr als 75 Dollar nur minimal über dem Freitag-Schlusskurs, nachdem er zum Handelsstart noch um bis zu fünf Prozent gestiegen war. Die Entwicklung der Ölpreise hängt derzeit vor allem von der Lage im Nahen Osten ab. Seit Beginn des Krieges zwischen Israel und dem Iran am 13. Juni kletterte der Brent-Preis um fast 13 Prozent; derjenige für WTI um knapp elf Prozent.
Am Wochenende haben sich die USA dem Krieg Israels gegen den Iran angeschlossen und unterirdische iranische Atomanlagen bombardiert. Das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump weckt international Befürchtungen über eine Ausweitung des Krieges im ölreichen Nahen Osten.
Der Iran drohte den USA mit Konsequenzen. Zu möglichen Gegenschlägen des Irans könnten weitere Luftangriffe auf Israel, Attacken auf US-Truppen im Nahen Osten, Terroranschläge in den USA sowie eine Schließung der Schifffahrtsstraße von Hormus gehören.