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Prallplattenwaage in der Kalkproduktion Zuverlässige Verwiegung

Von Kerstin Rüther, Diana Ternes, MTS

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Branntkalk ist ein unentbehrlicher Rohstoff. Sein Name ist allerdings Programm, daher muss eine Waage den typischen Eigenschaften des Fördergutes Branntkalk gewachsen sein.

Aufgrund ihrer kompakten Dimensionen und ihres einfachen Aufbaus lässt sich die Prallplattenwaage schnell und einfach installieren.
Aufgrund ihrer kompakten Dimensionen und ihres einfachen Aufbaus lässt sich die Prallplattenwaage schnell und einfach installieren.
(Bild: MTS)

Der Ausgangsstoff Kalkstein fällt in der Natur in verschiedenen Formen und großen Mengen an und wird beim Brennvorgang in Branntkalk (Calciumdioxid) und Kohlenstoffdioxid thermisch zersetzt. Es entsteht ein weißes Pulver, staubend, schleißend und bei Kontakt mit Wasser ätzend: Branntkalk. Dieser kommt in der Bau- und der chemischen Industrie, in der Metallurgie und Landwirtschaft, aber auch im Umweltschutz zum Einsatz.

Seit fast 100 Jahren produzieren die Kalkwerke Otto Breckweg, ein familiengeführtes Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, neben Branntkalk auch viele weitere hochwertige Kalkprodukte. Im Werk Rheine sollte nun die erzeugte Menge Branntkalk nach dem Kalkbrennen zur besseren Prozesskontrolle erfasst werden. Die Aufgabe bestand darin, eine Waage, die den typischen Eigenschaften des Fördergutes ‚Branntkalk‘ gewachsen war, mit möglichst geringem Aufwand direkt in den bestehenden Förderprozess zu integrieren.

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Nach einer Beratung vor Ort durch MTS Messtechnik Sauerland war schnell klar, dass sich hier der Einsatz einer Prallplattenwaage vom Typ Impactweigh anbietet.

Prallplattenwaagen verwiegen Schüttgüter im vertikalen Prozessdurchfluss durch die Waage, wobei das Fördergut im freien Fall auf die Prallplatte auftrifft und der erzeugte Aufprallimpuls von einer Wägezelle erfasst wird. Die Prallplattenwaage Impactweigh verwiegt mit einem Messfehler von max. ± 1 bis 2 Prozent der maximalen Fördermenge. Aufgrund ihrer kompakten Dimensionen und ihres einfachen Aufbaus sind sie schnell und einfach installierbar, kostengünstig und wartungsarm.

Für eine gute Messgenauigkeit sollten jedoch einige Voraussetzungen für den Einsatz einer Prallplattenwaage erfüllt sein:

  • ein gut fließfähiges und homogenes Fördergut, das einen ausreichenden Aufprallimpuls auf der Prallplatte erzeugt,
  • eine definierte Zuförderung des Fördergutes zur Waage und
  • eine Installation der Waage frei von Vibrationen oder Luftströmungen.

Zusätzlicher Verschleißschutz

Im Einsatzfall bei Kalkwerke Breckweg in Rheine bot der Förderprozess ideale Voraussetzungen: die Prallplattenwaage konnte direkt nach einer Förderschnecke installiert werden, die eine gleichmäßige Zuförderung gewährleistet. Der kontinuierliche Förderstrom von 25 Tonnen pro Stunde bei einem Schüttgewicht von 1 kg/l erzeugt einen ausreichenden Aufprallimpuls auf die Prallplatte. Diese wurde mit einer zusätzlichen Platte aus abriebfestem Kunststoff (Rhinohyde) ausgestattet, die als Verschleißschutz auf der Prallplatte aufgeschraubt wird und so bei Bedarf auch leicht ersetzt werden kann.

Zur einfachen und regelmäßigen Kontrolle der Messgenauigkeit wurde die Impactweigh zusätzlich mit einer statischen Prüfvorrichtung ausgerüstet. Damit kann der Betreiber ohne großen Aufwand prüfen, ob die Waage noch den bei der Justage ermittelten Vergleichswert anzeigt oder eine Nachjustierung erforderlich ist.

Die Impactweigh Prallplattenwaage erzielt seit ihrer Inbetriebnahme durch einen MTS Servicetechniker im Februar 2022 zuverlässige und exakte Messergebnisse, die über die Wägeelektronik Modweigh PPW basic ausgewertet werden. Deren Leistungsparameter (Auflösung, Filter etc.) unterstützen die Messgenauigkeit der Waage zusätzlich. Die Anbindung an die übergeordnete Steuerung erfolgt über Profinet. 

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