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Abwasserpumpen

Wohin geht der Trend bei Abwasserpumpen?

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Die Berliner Wasserbetriebe betreiben ein sehr komplexes Abwassersystem, in dem der Feststoffanteil stetig steigt und die von drehzahlvariablen Pumpen bewegten Förderströme je nach Tag, Uhrzeit und Wetter zum Teil stark schwanken. Die IMEBA-Ergebnisse werden schrittweise auf die ca. 150 in Berlin dafür infrage kommenden Pumpen übertragen.

Die Produktidee „Diagnose mit aktiver Reaktion für Abwasserpumpstationen“ wird aktiv vermarktet. Gelungen ist das bisher für ein Trennsystem und eine In-situ-Testinstallation in einem Pumpwerk. Derzeit wird das Konzept in einem Großpumpwerk umgesetzt. „Weitere Ideen bestehen in der Übertragung auf Schachtpumpwerke – daran arbeiten wir aktuell in einem Folgeprojekt“, so Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen von der TU Berlin.

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Abwasserpumpen auf dem PROCESS Pumpen-Forum

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Auf dem PROCESS-Pumpen-Forum 2013 referierte Thamsen über die „Anforderungsgerechte Auslegung von Pumpsystemen“. Dies sei immer eine Abwägung zwischen Störanfälligkeit einerseits und Wirkungsgrad der Kreiselpumpe andererseits. Seine Empfehlung ist, bei den Punkten Energieeffizienz und Funktionalität über Prioritäten nachzudenken: Wichtig sei in erster Linie, dass die Abwasserpumpe ihren Job erfülle, erst dann stelle sich die Frage, wie energieeffizient die Pumpe das erledige. Hintergrund sind Überlegungen in Brüssel, das in der Abwassertechnik für besonders kritische Medien gern eingesetzte Freistromrad wegen dessen geringen Wirkungsgrads auf die schwarze Liste zu setzen.

[Anmerkung dazu: Im Januar 2014 fanden die letzten Stakeholder-Meetings zu den beiden Losen 28 „Abwasserpumpen“ und 29 „übrige Wasserpumpen“ statt. Bei beiden Treffen brachten Industrievertreter die wesentlichen Kritikpunkte (Beschränkung des Anwendungsbereichs, Zwiespalt Wirkungsgrad vs. Verfügbarkeit, etc.) vor. Nach wie vor zeigt sich die EU-Kommission gegenüber einer Beschränkung des Anwendungsbereichs innerhalb der Vorstudien verschlossen.]

Fazit: Wer eine Abwasserpumpe auswählt bzw. auslegt, braucht in erster Linie Informationen zu den Randbedingungen „tatsächlich zu fördernde Abwassermenge“, „reale Abwasserzusammensetzung“ und „örtliche Gegebenheiten (Standort der Pumpe)“. Doch reichen diese Fakten allein heute keineswegs mehr aus. Aufgrund des hohen Kostendrucks bei den Betreibern abwassertechnischer Anlagen rückt die Frage nach abgestimmten Systemkomponenten in den Mittelpunkt der Überlegungen. Der Trend geht klar in Richtung einer zunehmenden Integration von Elektronik in den Pumpen und zu bedarfsgerechten Steuer- und Regelsystemen.

Abwasserpumpen-Neuheiten auf der IFAT 2014 stellen wir auf der nächsten Seite vor

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