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Wiegen unter Laminar Flow Wiegeplatz nach Maß

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Umbauen im Bestand und/oder die Erweiterung bestehender Pharmaproduktionen bieten für alle Beteiligten große Herausforderungen: Für den Betreiber, weil er alle Details exakt planen und mögliche Produktionsausfälle kompensieren will und für den Zulieferer, weil er genau auf die Vorgaben achten und passgenaue Arbeit abliefern muss.

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Cesra („Corpus et Sanum Rastatt“) hat sich auf Herstellung und Vertrieb von Phytopharmaka spezialisiert und expandiert gerade in China. Produktionssitz ist Baden-Baden.
Cesra („Corpus et Sanum Rastatt“) hat sich auf Herstellung und Vertrieb von Phytopharmaka spezialisiert und expandiert gerade in China. Produktionssitz ist Baden-Baden.
(Bild: PTA)

Einen Freiarbeitsplatz, der unter dem Down Flow vier mal so groß ist wie das Vorgängermodell, in eine bestehende Produktion einzupassen – diese Anforderung hatte der Laminar-Flow-Spezialist PTA, bei einem Projekt des Phytopharmakaunternehmens Cesra zu bewältigen.

Eine konzeptionelle Herausforderung für den Zulieferer: Die Planung der Anlagenmodule musste sowohl die Rohdeckenkonstruktion, als auch die vorhandenen Lüftungskanäle berücksichtigen, sodass beispielsweise das Down Flow-Modul an einen der existierenden Lüftungskanäle angepasst werden musste.

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Der Wiegeplatz schwebt per Kran ein

Und auch die Umsetzung des Projekts war anspruchsvoll: Während die Anlage per Kran in die geöffnete Fassade einschwebte, mussten die PTA-Techniker, einen Kaltwassersatz mit Pufferbehälter auf dem Dach einrichten, um einen eigenen Kühlwasserkreislauf herzustellen. Das war nötig, weil das Pharmaunternehmen für das Personal ideale klimatische Arbeitsbedingungen in der Wiegekabine schaffen wollte; denn häufig wird es an solchen Arbeitsplätzen sehr warm.

Zusätzlich installierte PTA eine hydraulische Weiche im Zwischengeschoss, weil Cesra Druckschwankungen, Stromverbrauch und Geräuschbildung minimieren und die Lebensdauer erhöhen wollte. Erklärtes Ziel war außerdem die Kombination von Produkt- und Personenschutz:

Da die zu verarbeitenden Stoffe teilweise reizende Eigenschaften haben, gibt es jetzt umfangreiche Sicherheitsfunktionen sowie insgesamt drei Filtrationsstufen, darunter auch eine Schwebstofffiltration. Energieeffiziente Ventilatoren mit einer deutlich geringeren Leistungsaufnahme als die vorherigen sowie energiesparende LED-Lampen ergänzen die Ausstattung.

Rüdiger Dilg, Inhaber und Geschäftsführer von PTA, erklärt: „Wir sind stark in der Konzeption und Realisierung von Anlagen, die in bestehende Produktionsumgebungen integriert werden müssen. Hier verfügen wir über große Erfahrung und fundiertes Fachwissen, das wir uns in vielen komplexen Projekten erworben haben. Deshalb können wir Lösungen auch in sehr schwierig erscheinenden Produktionsumgebungen anbieten, wie auch in diesem Cesra-Projekt.“

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