DIN EN 15051 in der Praxis

Wie staubig ist mein Schüttgut?

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Umfangreiche Datenbank erlaubt die Beurteilung von Proben

Bisher wurden überwiegend mineralische, aber auch chemische, metallische und organische Roh- und Hilfsstoffe bis hin zu fertigen Erzeugnissen in gemahlener, gebrochener, granulierter oder pelletierter Form untersucht. Beauftragt wurde das IGF dazu von Herstellern, Anwendern und Forschungseinrichtungen aus allen Branchen und mit unterschiedlichen Zielsetzungen.

Alle Untersuchungsergebnisse werden in einer Datenbank gespeichert, die neben der anonymisierten Probenbezeichnung und den Staubwerten für A-Staub und E-Staub auch die für die Probencharakterisierung wichtigen Parameter Schüttdichte und Gutfeuchte enthält. Dem Auftraggeber kann somit als Zusatzinformation auch das „Ranking“ seiner Probe mitgeteilt werden. Auf Basis der bis dahin ausgewerteten Staubungsversuche kann das Produkt dann beurteilt werden, indem durch Bildung des Quotienten aus dem Rang der zu beurteilenden Probe und der Gesamtzahl aller Proben eine Zahl zwischen nahe 0 (geringste Staubungsneigung) und 1 (maximale Staubungsneigung) zur Bewertung herangezogen wird.

Die Datenbank verzeichnete mit Stand Dezember 2011 insgesamt 734 untersuchte Proben. Bezogen auf die Staubklassen nach Tabelle 1 ergibt sich für die Proben die in Abb.2 dargestellte Häufigkeitsverteilung. Gegenüber den 500 bis 2009 geprüften Produkten, die der Norm zu Grunde liegen, sind etwas häufiger „stark staubende“ Ergebnisse hinzugekommen, weil in den Jahren 2009 bis 2011 ein Schwerpunkt der Untersuchungstätigkeit eher staubige Produkte betraf.

Die festgestellten Staubungskennzahlen variieren dabei um mehrere Zehnerpotenzen von praktisch staubfrei bis extrem staubend mit A-Staubwerten von 0,3 bis 33 300 mg/kg und E-Staubwerten von 9,0 bis 171 000 mg/kg.

Diese extrem große Bandbreite der Messwerte bestätigt die hohe Selektivität des Messverfahrens. Dabei waren die Messergebnisse gut reproduzierbar: Bei 734 Produkten ergab sich eine mittlere relative Standardabweichung der Einzelwerte von drei bis fünf Wiederholungsmessungen von 10,1 % für die A-Staubwerte und 6,7 % für die E-Staubwerte. Auch recht ähnliche Produkte können somit statistisch signifikant voneinander unterschieden werden.

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