Anbieter zum Thema
Bessere Auswertung der reflektierten Signale
Die Übertragung der Erfahrungen aus zigtausenden Ultraschallapplikationen im Schüttgutbereich führte dazu, dass das Radar quasi die Schüttgutsprache lernte. Spezielle Algorithmen und Filter in der Software sorgten für eine bessere und eindeutigere Auswertung des Produktsignales.
Die Verwendung eines Verstellflansches, wie beim Ultraschall üblich, war ein geeignetes Mittel, um stärkere Signale und stabilere Messwerte zu erhalten. Typische Radarutensilien wie Staubschutzkappe und Luftspüleinrichtung ergaben schlussendlich das legendäre LR460, das mit einem Messbereich von 100 m mit einer Standard-Hornantenne den Einsatz selbst in Großsilos ermöglichte.
Mittlerweile wird eine Vielzahl von Schüttgütern in den verschiedensten Industrien mit Radar gemessen, selbst unter extremer Staubentwicklung. Dazu gehören vor allem die Anwendungen in der Zementindustrie.
Raum für weitere Verbesserungen
Der relativ gute Erfolg mit dem Schüttgutradar mit Hornantenne ließ dennoch Raum für Verbesserungen, denn es gab weiterhin Einschränkungen. Aufgrund von Einbauten, Schweißnähten etc. in schmalen Silos sind die Störreflektionen teilweise höher als die Produktreflektion. Freistrahlende Systeme mit Hornantenne erfassen aufgrund des breiteren Strahlwinkel diese Störungen. Selbst Störechoausblendungen liefern oft genug nur ungenügende Ergebnisse, abgesehen von dem hohen Aufwand für die Einstellungen bei der Inbetriebnahme. Auch schräge Produktoberflächen sind schwierig.
Die Eigenschaft des Schüttguts, Schüttkegel und Abzugstrichter zu bilden, sorgt für indirekte Signale bei dem 25-GHz-Radar. Frei nach dem Motto: Einfallswinkel gleich Austrittswinkel, wird ein Teil der Strahlung nicht direkt, sondern indirekt gegen die Behälterwand zum Gerät reflektiert.
(ID:42298515)