Kontinuierliche Pharmaproduktion

Wer kann konti wirklich?

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Alte Hasen...

Schon fast ein alter Hase in Sachen Konti ist Glatt. Zur Achema 2015 haben die Binzener ihr Modcos-System vorgestellt. Das Kürzel steht für Modulares Kontinuierliches System. Es besteht aus Dosierer und Trockenmischer für Pulver oder Mikrogranulate, gefolgt von der Granulatherstellung, der Trocknung in einer Glatt-Wirbelschichtanlage mit der neuen Rotationskammer und der abschließenden Tablettierung. Letztere kann bei Bedarf mit einem zusätzlichem Trockenmischer für die Einmischung einer externen Phase vor der Tablettenpresse ergänzt werden. Ein übergeordnetes Steuerungssystem und PAT-Kreisläufe gehören auch dazu. Pharmazeuten nutzen momentan sehr häufig die Feuchtgranulierung mittels Doppelschneckenextruder – ein Trend, dem Glatt mit dem Partner Thermo Fisher folgt.

Aber auch alternative Granulationsmethoden kann Modcos: ein kontinuierlich arbeitender Wirbelschichtgranulator oder ein Einwellen-Durchlaufgranulierers können ergänzt werden. „Wir erreichen einen hohen Grad an Flexibilität, da alle benötigten Verfahrensschritte, um eine Tablette zu produzieren, in jeder beliebigen Reihenfolge angeordnet werden können,“ hebt Dr. Jochen Thies, Entwicklungschef bei Glatt, hervor.

Kontinuierliche Prozesse in der pharmazeutischen Produktion beschäftigen die Spezialmaschinenbauer von L.B. Bohle Maschinen + Verfahren schon seit Jahren. Jetzt ist aus dem 2015 eröffneten Technology Center heraus eine Kontianlage entstanden, die den entscheidenden Schub bringen soll. „Gemeinsam mit unseren Partnern aus der Forschung und der Industrie haben wir eine modulare Anlage konzipiert, die so im Markt einzigartig ist“, erklärt Tim Remmert, Geschäftsführer Vertrieb.

Die kontinuierliche Linie ist modular aufgebaut, erzielt eine Leistung von ca. 5 bis 25 kg/h und nutzt Tablettiertechnik von Korsch sowie das Zuführ- und Mischmodul von Gericke. Drei der wichtigsten Produktionsverfahren sind in einer Anlage möglich: Direktverpressung, Feuchtgranulation und Trockenkompaktierung. Mit der Linie ist auch die Trockenkompaktierung möglich,was für Remmert ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal ist, denn das Verfahren sei ökonomisch und verbrauche wenig Energie.

Bleibt als Fazit: Kontiproduktion hat die Entwicklungsabteilungen der Apparatebauer beflügelt, den einen früher, den anderen später. Konzeptionell sind die Anbieter ziemlich dicht beieinander. Alle haben vorgelegt. Jetzt hat der Betreiber die Wahl.

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