Fünf entscheidende Faktoren Wahl der Abfüll- und Verpackungsmaschine leicht gemacht

Autor / Redakteur: Christoph Heseding / Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Es gibt eine Vielzahl von Abfüll- und Verpackungsmaschinen am Markt. Bei der Wahl des richtigen Systems stehen Unternehmen aber häufig vor der Frage, ob eine halb- oder eine vollautomatischen Anlage die passende Lösung ist. Auf welche Faktoren ein besonderes Augenmerk gelegt werden sollte, erklärt Christoph Heseding von Alwid Sondermaschinenbau.

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Anbieter von Abfüllmaschinen legen unterschiedliche Technikschwerpunkte, daher sollten Unternehmen bie der Wahl der Anlage auf bestimmte Faktoren achten.
Anbieter von Abfüllmaschinen legen unterschiedliche Technikschwerpunkte, daher sollten Unternehmen bie der Wahl der Anlage auf bestimmte Faktoren achten.
(Bild: Alwid)

Für die Suche nach der richtigen Anlage steht das eigene Produkt im Vordergrund. Unternehmen sollten hier eine Reihe von Aspekten berücksichtigen. Das beginnt bei der Vielzahl der Medien. Soll nur ein Produkt abgefüllt werden oder unterschiedliche Artikel? Wie ist die Beschaffenheit? Handelt es sich um eine Flüssigkeit oder beispielsweise um eine Paste? Welche Stückzahlen werden produziert? Und soll das System mit steigender Nachfrage wachsen?

All diese Überlegungen entscheiden über die Auswahl der Maschine und des Verfahrens. Bis zu Stückzahlen von 600 Behältern pro Stunde oder wenn neue Produkte zunächst einmal auf dem Markt „angetestet" werden sollen, macht es zum Beispiel Sinn, eine halbautomatische Variante zu wählen. Darüber bietet es sich eher an, auf ein vollautomatisches Reihen-System zu setzen. Bei höheren Leistungen von 6000 bis zu mehr als 20 000 Flaschen pro Stunde eignen sich dagegen besser Rundläufer.

Verpackung und Verschluss

Die Wahl von Gebinde und Verschluss hat ebenso Einfluss auf die jeweilige Maschine. Bei manchen Herstellern kann es bereits einen großen Unterschied machen, ob es sich um Füllvolumen von 10 ml oder von 10 l handelt, da mit abnehmenden Füllvolumina auch die Verschlüsse in ihrer Größe sehr klein werden und somit schwieriger zu handhaben sind. Auch gilt es zu klären, ob das Produkt in mehreren Größe angeboten wird.

Das Material der Verpackung – ob Kunststoff, Glas, Keramik oder Blech – kann ebenfalls eine Rolle spielen. Besonders relevant ist aber der Verschluss, da dieser über das eingesetzte Verfahren entscheidet. Pilferproof-Verschlüsse müssen zum Beispiel angerollt, Trigger-Verschlüsse verschraubt und Griffkorken aufgedrückt werden. Ein professioneller Anbieter ermöglicht unterschiedlichste Verschließverfahren. Hier sollten sich Interessenten zu Beginn eingehend informieren.

Welches Füllverfahren?

Ein absolutes Muss bei Planung von Abfüllmaschinen ist die Auswahl des am besten geeigneten Füllverfahrens, wie beispielsweise höhengleiches, volumengenaues oder gewichtsgenaues Füllen. Speiseöle oder Spirituosen werden zum Beispiel höhengenau abgefüllt, da die Volumina in Glasflaschen minimal variieren und unterschiedliche Füllhöhen im Supermarktregal den Kunden abschrecken. Hier wird entweder mit Niedervakuum für niederviskose oder mit Hochvakuum für nieder- bis mittelviskose Flüssigkeiten gearbeitet.

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