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Visualisierung und Bedienung

Visualisierung: Neue Bedientechnologien verändern das Arbeiten in der Leitwarte

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Trend: Weniger ist inzwischen mehr

Dabei bedeutet mehr Technik nicht unbedingt den besseren Durchblick, wie Reichinger treffend beschreibt: „Viele Prozessleittechnik-Anwender haben im letzten Jahrzehnt z.B. mit der 3D-Darstellung die bittere Erfahrung gemacht, dass immer mehr Farben, Formen und Animation nicht zwangsläufig eine bessere und sicherere Prozessführung bewirken.“

Übersichtlichkeit ist das A und O – dazu gehört wichtige Information deutlich hervorzuheben. „Die Bediensysteme können schon seit langem so eingerichtet werden, dass Alarme und Meldungen entsprechend den Anforderungen der Operator gefiltert werden. Der Zugriff ist natürlich auch außerhalb der Leitwarte möglich. Die Visualisierung der Prozesswerte kann auf notwendige Kennzahlen konzentriert werden, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen“, beschreibt Dittrich die Situation.

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Das Engineeringsystem von Siemens will den Anwender unterstützen, den Grad dieser Konzentration an die Anwender anzupassen, die durchaus eigene Anforderungen und Erfahrung haben. Siemens bietet daher seinen Kunden auch eine Beratung bei der Ausarbeitung ihres individuellen Visualisierungskonzeptes an.

Vor dem Hintergrund, dass Experten in Zukunft weit mehr unterwegs sein werden, ist noch ein ganz anderer Aspekt ausschlaggebend, wie Dittrich ergänzt. „Es darf keine Information verloren gehen, so dass wichtige Reaktionen möglichst schnell erfolgen können“, ergänzt Dittrich.

Je mehr Möglichkeiten es gibt, umso wichtiger wird der Dialog mit dem Anwender. Nur mit einer guten Beratung (Consulting-Service) lassen sich nach Meinung von Haller die meist konservative Haltung durchbrechen und die Vorteile herausarbeiten. Zwar hat das Umdenken, nur wichtige Informationen in einer Produktionsanlage darzustellen und zu signalisieren, aus der Erfahrung von ABB bereits begonnen.

Schließlich ist es für höchste Verfügbarkeit und Qualität vor allem wichtig zu wissen, wo die Abweichungen sind und wie darauf zu reagieren ist. „Das hört sich zwar einfach an, doch über die Art und Weise gibt es noch viel Diskussion- und Beratungsbedarf. Eine Leitwarte wird es aus meiner Sicht auch in Zukunft geben, nur das Aussehen und die Arbeitsweise werden sich in den nächsten Jahren verändern“, so das Fazit von Haller.

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