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Bau von Pilotanlage Total, PSA und Opel haben große Pläne für die europäische Batteriezellenfertigung

Redakteur: MA Alexander Stark

Die Total Tochter Saft sowie PSA und Opel, wollen ihr Know-how bündeln, um die Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge in Europa auszubauen. Zu diesem Zweck beabsichtigen die Partner ein Joint Venture mit dem Namen Automotive Cell Company (ACC) zu gründen.

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Total, PSA und Opel planen den Bau einer Pilotanlage zur Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge.
Total, PSA und Opel planen den Bau einer Pilotanlage zur Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Paris/Frankreich - Während des Besuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Saft-Werk Nersac hat Total Pläne für die Errichtung eines europäischen Batteriezellenwerks angekündigt.

Saft, ein Tochterunternehmen von Total, wird sein Know-how in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit einbringen, um ab 2023 mit der Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge beginnen zu können. Im Fokus liegen dabei Technologien, die optimale Reichweiten und Ladezeiten ermöglichen sollen. Gleichzeitig sollen die Batterien einen geringeren CO2-Fußabdruck haben als Konkurrenzprodukte, teilte das Unternehmen mit.

Die erste Phase des Projekts konzentriert sich auf Forschung und Entwicklung, einschließlich des Baus einer Pilotanlage in Nersac. Die Anlage soll Mitte 2021 in Betrieb genommen werden und ist mit einer Investition von 200 Millionen Euro verbunden. Das Projekt soll rund 200 hochqualifizierte Arbeitsplätze in der französischen Region Nouvelle-Aquitaine schaffen.

Dem Pilotprojekt soll eine Investitionsentscheidung für Großanlagen folgen: zunächst mit einer Kapazität von 8 GWh, später mit 24 GWh. Diese Großanlagen sind in der Region Hauts-de-France sowie in Deutschland geplant. Bis 2030 soll damit eine kombinierte Kapazität von 48 GWh erreicht werden. Das würde einer Produktion von einer Million Batterien pro Jahr entsprechen und damit etwa 10-15 % des europäischen Marktes ausmachen. Insgesamt hat das Vorhaben ein Investitionsvolumen von fast 5 Milliarden Euro.

Die französische und die deutsche Regierung sowie die Behörden der Europäischen Union haben ihre Unterstützung für das Projekt zugesagt. Im Rahmen der von der Europäischen Kommission beschlossenen Initiative „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI) werden während der Entwicklung des Projekts voraussichtlich fast 1,3 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln bereitgestellt.

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