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Modularisisierung und Standardisierung

So schaffen Modularisierung und Standardisierung Freiräume

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Der Wert von Best Practices

Von Standards ist auch Dieter Hofmann, Geschäftsführer der Planting überzeugt: „Mit standardisierten Ressourcen, Abläufen und Werkzeugen können neue Mitarbeiter schneller eingearbeitet werden, was zusätzliche Möglichkeiten im Personalwesen eröffnet. Und nicht zuletzt vergrößern Standards die Durchlässigkeit einer Branche zwischen Zulieferer, Betreiber und Planer, weil sich alle auf eine gemeinsame Sprache verständigt haben.“

Die Kopierkultur sei allerdings hierzulande kaum ausgeprägt, wie Planting beobachtet. Statt sich auf Best Practices oder Standards zu besinnen, würden lieber neue Lösungen entwickelt und die Individualität unterstützt. Die Folgen: Know-how über Best Practices drohe – Stichwort Demographie – in den Ruhestand abzuwandern.

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Martin Scholich, Geschäftsführer der EEE Anlagenbau, ist ebenfalls ein Verfechter von Best Practices. Sein bevorzugtes Planungswerkzeug: Tricad MS von der Venturis IT. „Unser Ziel bei der Einführung von Tricad MS war, die wesentlichen Teile der von uns geplanten Energieerzeugungs-Anlagen als Schema und 3D-Modell zu modularisieren.“

Scholich rechnet damit, dass sein Unternehmen - basierend auf dieser Modularisierung - die Planungskosten um mindestens 25 % reduzieren kann. „Wir senken mit den wiederkehrenden Modulen im Wesentlichen den Aufwand im Basic Engineering.“

Auch der Misch- und Knetmaschinen-Anbieter Buss setzt auf Standards, hinterlegt sukzessive seine Produkte als Standards in der Datenbank von Cadison (Anbieter: ITandFactory). Ziel ist es, bei der Planung Zeit und Kosten einzusparen - und das mit einer gleichbleibend hohen Qualität der Planung.

„Wenn unsere Produkte komplett in der Datenbank abgebildet sind, wird sich der Zeichnungsaufwand sicher um 30 bis zu 50 % reduzieren und unsere Kollegen können entsprechend produktiver arbeiten“, zeigt sich Marko Stähler, Mitglied der Geschäftsführung, überzeugt.

Als verantwortlicher Manager für den Bereich Projektmanagement ist er zuversichtlich, dass Standardisierung bei der Arbeit mit Cadison zu weiteren erheblichen Einsparungen führt. „Ausgehend von einem unserer Standard-Ko-Kneter, muss jede ausgelieferte Maschine an das kundenspezifische Produkt und die jeweilige Produktionsanlage angepasst werden. Als objektorientiertes Engineering-Werkzeug ist Cadison das für unsere Unternehmensgröße passende Tool, um diese Aufgaben zu erfüllen“, so Stähler.

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