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Flowave Messgerät

So geht Durchflussmessung hygienisch, praktisch und effizient

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Im Messrohr von Flowave gibt es keine Einbauten oder Verengungen. Welche Vorteile damit verbunden sind, zeigt ein Feldtest in der Produktion von Infusionslösungen.

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Der neuartige Durchflussmesser Flowave Typ 8098 erhöht die Produktivität einer Anlage zur Abfüllung von Infustionsbeuteln.
Der neuartige Durchflussmesser Flowave Typ 8098 erhöht die Produktivität einer Anlage zur Abfüllung von Infustionsbeuteln.
(Bild: Bürkert)

Komponenten der Fluidtechnik praxistauglich, bedienerfreundlich und funktional konstruieren – das ist das Motto der Bürkert Fluid Control Systems aus Ingelfingen. Für die Durchflussmessung hat das Unternehmen beispielsweise das Messgerät Flowave entwickelt, das auf der Surface-Acoustic-Wave-Technologie (SAW) basiert.

Um dessen Eigenschaften und Funktionsweise zu prüfen, führte Bürkert einen umfassenden Feldtest durch. Dafür ließ sich als Partner ein führender Anbieter auf dem Markt für enterale und parenterale Ernährung, Infusionen, Arzneimittel und Medizinprodukte gewinnen.

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Das Unternehmen betreibt u.a. eine hochmoderne Produktionsstätte für Infusionslösungen und Produkte für die klinische Ernährung. Dabei steht die Produktsicherheit an erster Stelle. Im Zuge einer Erweiterung des Produktionsstandortes konnte das Bürkert-Messgerät seine überlegenen Eigenschaften gegenüber bisherigen Durchflussmessverfahren demonstrieren.

Extreme Praxisbedingungen

In der Versorgungsleitung einer Abfüllanlage für Infusionsbeutel wurde ein Flowave Typ 8098 mit einem Nenndurchmesser von 25 mm parallel zu einem handelsüblichen Einrohr-Messsystem nach dem Coriolisprinzip installiert, das als Referenzsystem dient. Die Ein- und Auslaufstrecke hat einen Nenndurchmesser von 32 mm. Durch beide Messsysteme fließt jederzeit dasselbe Medium, woraus sich ein direkter Vergleich ziehen lässt. Durch die Messleitungen werden Water for Injection (WFI) bei diversen Temperaturen, Salz und Zuckerlösungen sowie CIP- und SIP-Medien, also auch Dampf, gefördert. Im Betrieb muss das Durchflussmesssystem in jeder Anwendung langfristig ohne Ausfälle und Messabweichungen arbeiten können.

Da bei der Abfüllung von Infusionslösungen häufig dampfsterilisiert werden muss, waren die Praxisbedingungen hart. „Die thermische Belastung und häufige Temperaturwechsel erlauben uns eine sichere Aussage über die Zuverlässigkeit und Langzeitstabilität unseres Systems“, sagt Alexander Equit von Bürkert. Die Erfahrungen in einer Reinraumanwendung im Pharma- und Hygieneumfeld bestätigten die uneingeschränkte Eignung und die Vorteile des Flowave. In den Versuchen konnte die Abfüllung einzelner Infusionsbeutel in voller zeitlicher Auflösung ausgewertet werden. In der Endausbaustufe liefert Bürkert für die neue Abfüllanlage eine komplette Systemlösung, bestehend aus drei Flowave-Durchflussmessgeräten und Robolux-Ventilknoten. Sie benötigen weniger Bauraum als herkömmliche Ventilknoten, haben ein kleineres Innenraumvolumen und keine Toträume. In Kombination mit anderen Optimierungsmaßnahmen führen sie zu einer signifikanten Spülzeitverkürzung pro Ventilknoten und Tag.

CIP- und SIP-Prozesse überwachen

In der Praxis beim Anwender zeigte sich der konkrete Nutzen fluidisch optimierter Komponenten: Die CIP- und SIP-Prozesse können sicher und reproduzierbar überwacht werden. So ließen sich bereits nach kurzer Auswertung Optimierungspotenziale im Prozess identifizieren.

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