Flowave Messgerät

So geht Durchflussmessung hygienisch, praktisch und effizient

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Außerdem ist das Messgerät Flowave strömungstechnisch einfach nur ein Rohr. Das spielt auch für die Validierung eine große Rolle, da das Gerät keinerlei Einflüsse auf den Prozess und das Produkt ausübt und wie jede andere Rohrstrecke betrachtet werden kann. Es zeigte sich auch, dass sich Zeit einsparen lässt, die dann für Wartung und Produktion zusätzlich zur Verfügung steht. Der Anwender gewinnt also echte Abfüllzeit dazu – zum einen durch schnellere Reinigung und Sterilisation, also letztlich kürzere Zeit bis zum Erreichen des validierten Zustandes, zum anderen kann die Anlage länger gefahren werden bis eine Reinigung nötig wird.

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Hinzu kommt, dass das System prinzipbedingt nicht kalibriert werden muss und deutlich kostengünstiger ist als andere Durchflussmessgeräte. Neben schneller Amortisation kommen weitere praktische Aspekte hinzu: Das Flowave wiegt bei einer Nennweite von 50 mm rund 4 kg und kann bei eventuellen Defekten oder Fehlfunktionen von einer einzelnen Person schnell demontiert und ausgetauscht werden.

Die genaue Durchflussmessung der CIP- und SIP-Medien zusammen mit einem Temperaturtracking ist als Kontrollgröße für die Spülzeiten wichtig. Nur wenn nötige Zeiten und Temperaturen eingehalten werden, kann die Anlage den validierten Zustand erreichen. Durch Prozessoptimierungen, wie eine effiziente Reinigung und Sterilisation, lässt sich die Anlageneffizienz steigern und zusätzliche Produktionszeit gewinnen. Hierzu kann Flowave einen wichtigen Beitrag leisten.

Flowave ermöglicht kontinuierliches Monitoring

Flowave vereint Temperatur- und Durchflussmessung in einem Gerät und damit an einem Messpunkt. Die Nutzung beider Messgrößen ist für den Anwender ohne Mehraufwand und ohne Zusatzkosten möglich. Flowave ermöglicht das kontinuierliche Monitoring der Reinigungsprozedur und ist damit ein echtes Werkzeug für die Qualitätssicherung. Es kann kontinuierlich überwacht werden, welche Durchflussmengen über welchen Zeitraum mit welchem Temperaturverlauf durch die Leitung gefördert wurden. Die Messwerte stehen über die Schnittstellen des Gerätes sofort zur Verfügung und dokumentieren die korrekte Durchführung des definierten Reinigungsprozesses.

Darüber hinaus lässt sich der Reinigungsprozess auch auf Basis eines Worst-Case-Szenarios optimieren, indem der Anwender die betrieblichen Limits und Schwachstellen seiner Anlage analysiert und den Reinigungsprozess mithilfe des Flowave für den ungünstigsten Betriebsfall optimiert. Daraus lässt sich ein Best-Practice festlegen, bei dem die definierten Reinigungsparameter im Regelbetrieb immer sicher eingehalten werden. Stimmen die vom Flowave gemessenen Spülmengen und Temperaturniveaus über die Spülzeit mit den Zielgrößen überein, wird sichergestellt, dass die Reinigungsprozedur den Vorgaben entspricht.

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Wie Bürkert Flowave entwickelte

Bürkert Fluid Control Systems entwickelt und baut seit 60 Jahren Mess-, Steuer- und Regelungssysteme für die Fluidtechnik und sucht ständig neue Antworten auf die Frage, wie solche Komponenten praxistauglich, bedienerfreundlich und funktional konstruiert werden können.

Für die Ermittlung des Durchflusses stießen die Fluidik-Experten auf die Surface Acoustic Wave-Technologie (SAW), die auf der Ausbreitung von Oberflächenwellen auf dem Messrohr und im durchströmenden Medium basiert. Der Effekt ist vergleichbar mit der Wellenausbreitung bei seismischen Aktivitäten. Basierend auf dieser Technologie entwickelte Bürkert Flowave, ein kompaktes Messgerät ohne Einbauten im Messrohr. Es funktioniert unabhängig von der Leitfähigkeit der Flüssigkeit. Das ist bei Medien wie Reinstwasser oder Water for Injection (WFI) wichtig.

Bei hohen Ansprüchen an die Messgenauigkeit musste hier bisher auf teurere oder hygienisch kritischere Verfahren zurückgegriffen werden. Doch dies ist nicht der einzige Vorteil von Flowave. Die einfache Konstruktionsweise ohne Einbauten im Messrohr soll den Reinigungs- und Sterilisationsaufwand beträchtlich senken und ideale Voraussetzungen für den Einsatz in Hygieneanwendungen schaffen. Ausgehend von der derzeit möglichen Messung von Volumendurchfluss und Temperatur in CIP- und SIP-Prozessen will Bürkert Flowave im nächsten Entwicklungsschritt um weitere Messwerte wie Dichte und Massendurchfluss erweitern und für alle flüssigen Medien validieren.

Zusammengefasst: Bei der Systemlösung aus Flowave-Durchflussmessgerät und Robolux-Ventilknoten lassen sich Zeit und Kosten bei der Reinigung und Sterilisation einsparen, die Wartung und Validierung sind einfacher als bei herkömmlichen Lösungen und dem Anwender bleibt zusätzliche Produktionszeit über.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke konstruktionspraxis.

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