Suchen

Engineering-Software Simulation von Dampf- und Gaskavitation bei Druckschwingungsproblemen

Redakteur: Kristin Breunig

Die DSH plus-Simulationsumgebung von Fluidon wurde speziell für die dynamische, nichtlineare Berechnung von komplexen fluidtechnisch-mechatronischen Systemen entwickelt. Mit der Version 3.10 führt das Unternehmen ein neues Stoffdatenhandling ein. Die Neuheit: Der Anwender kann eigene Stoffdatenbeschreibungen hinterlegen.

Firmen zum Thema

Mit der neuen Version der hauseigenen Software DSH plus führt Fluidon ein neues Stoffdatenhandling ein.
Mit der neuen Version der hauseigenen Software DSH plus führt Fluidon ein neues Stoffdatenhandling ein.
(Bild: Fluidon)

Die Version 3.10 der Software DSH plus bringt einige Neuerungen mit sich. Neben der Möglichkeit eigene Stoffdatenbeschreibungen zu hinterlegen, wurde der Bunsenkoeffizient (Maß für das Gaslösevermögen einer Flüssigkeit) und die Dampfdruckkurve als Stoffeigenschaften hinzugefügt. Sind Dampfdruck und Bunsenkoeffizient bekannt, ist es möglich das druckfähige Wachstum und den Transport von Dampf- und/oder Gasblase in flüssigkeitsgefüllten Leitungssystemen abzubilden. Laut Herstellerangaben profitierten vor allem die Simulation von Druckschwingungsproblemen und Druckstößen von der verbesserten Modellierung, da hierbei – abhängig vom Druckniveau – mit dem Auftreten von Gas- und/oder Dampfkavitation zu rechnen sei.

Die entsprechend erweiterten Leitungsmodelle wurden anhand publizierter Referenzexperimente validiert. Darüber hinaus könnten die praxiserprobten Leitungsmodelle von DSH plus mithilfe der ebenfalls neuen, zuschaltbaren Berücksichtigung von Fluid-Struktur-Interaktionen (FSI-Bibliothek) die mechanischen Auswirkungen von Druckschlägen bzw. Druckpulsationen auf Leitungskomponenten in der 1D-Hydrauliksimulation erfassen.

DSH plus wird zur Analyse der Dynamik hydraulischer und pneumatischer Systeme, bei Systemüberarbeitungen, bei der Komponentenauswahl und -auslegung, in der Fehlerdiagnose sowie zu Ausbildungszwecken angewendet. Neben verschiedenen Komponentenbibliotheken bietet DSH plus Möglichkeiten zur Ergebnisanalyse und Automatisierung der Simulation. Ferner wird das „Functional Mock-up Interface“ (FMI) unterstützt, wodurch die Anbindung an applikationsübergreifende, externe CAE Werkzeuge ermöglicht wird. Eine PLC-Anbindung für die virtuelle Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen runden das Anwendungsspektrum der Software ab.

(ID:46067623)