Insolvenzverfahren SH+E-Group ist ein Sanierungsfall
Die SH+E Group hat Insolvenz angemeldet und sich in die Obhut eines Insolvenzverwalters gegeben. Betroffen ist auch der Pharmawasserspezialist Hager+Elsässer.
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Stuttgart – Letzte Woche hat der auf Wasser- und Abwasserbehandlungsanlagen spezialisierte Anlagenbauer SH+E Group seine Kunden und Mitarbeiter mit der Ankündigung eines Insolvenzverfahren geschockt. Aus der Pressemeldung ging hervor, dass wohl Projekte neu bewertet werden mussten und deshalb Defizite entstanden sind.
Gute technische Basis
Jetzt habe sich der Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der Kanzlei Hoefer I Schmidt-Thieme einen Überblick verschafft und erst einmal eine positive Bewertung abgegeben, heißt es in einer aktuellen Pressemeldung. Der erste Eindruck des Insolvenzverwalters von den Betrieben sei positiv. Es handele sich dabei um hochspezialisierte High-Tech Unternehmen mit sehr kompetenten und engagierten Mitarbeitern. Die bestehenden Aufträge sollten erfüllt werden.
Insgesamt sind sieben Einzelunternehmen betroffen, darunter auch das auf Pharmawasseranlagen spezialisierte Unternehmen Hager+Elsässer. Nicht betroffen sind die eigenständigen ausländischen Gesellschaften. Die knapp 700 Mitarbeiter der SH+E Gruppe erhalten weiter Löhne und Gehälter aus den Insolvenzgeldern, teilte der Insolvenzverwalter mit.
Da sich bei der Restrukturierung einzelner Gesellschaften Interessenskonflikte ergeben können, werden für die H+E Packtec GmbH in Ahaus, die Limno Tec Abwasseranlagen GmbH in Lübbecke sowie die H+E S-Tec GmbH in Dresden andere, formal eigenverantwortliche, aber faktisch in das Konzerninsolvenzverfahren eingebundene, vorläufige Insolvenzverwalter bestellt.
Damit könne das Verfahren schnell und ohne Reibungsverluste vorangetrieben werden und damit auch schneller Konzepte für die Fortführung der Betriebe umgesetzt werden.
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