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Dieses systematische Vorhersagemodell kann für ein schnelles Screening von verschiedenen Polymeren verwendet werden und spart Zeit, Geld und auch Wirkstoff, der oft nur in geringen Mengen zur Verfügung steht. Für die Kunden sind diese Vorarbeiten von großem Wert, da es ihnen eine zielgerichtete Versuchsplanung ermöglicht und das langwierige experimentelle Ausprobieren entfällt. Sind Formulierungsvorschläge gefunden, werden die Freisetzungsprofile der Formulierungen in standardisierten In-vitro-Tests nach Arzneibuch mithilfe von Pufferlösungen und HPLC-Messungen experimentell ermittelt und gegebenenfalls optimiert.
Ausblick: Die Löslichkeitsverbesserung durch Schmelzextrusion ist sowohl für Neuentwicklungen interessant als auch für bereits auf dem Markt befindliche Arzneimittel. Ein neuer Patentschutz lässt sich z.B. realisieren, wenn die Löslichkeitsverbesserung eine Bioäquivalenz – also die gleiche Bioverfügbarkeit mit viel weniger Wirkstoff – erreicht. Neben der Schmelzextrusion gibt es weitere Ansätze. So gelingt es, mit dem Modularen Drug-Delivery-System (MDD) auch die Permeabilität der Wirkstoffe deutlich zu erhöhen. Dadurch wird – z.B. bei Verabreichung von Biopharmazeutika – der Wechsel von der unbeliebten Spritze zur Tablette möglich.
* Die Autoren sind Mitarbeiter der Evonik Pharma Polymers, Darmstadt.
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