Suchen

Aseptik und Reinraumtechnik

Reinräume auf dem Vormarsch

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Das Unternehmen Weiss, seit vielen Jahren Spezialist für Reinraumanlagen, kennt die spezifischen Anforderungen der Lebensmittelindustrie. So erhielt Weiss Klimatechnik im vergangenen Jahr von dem Maultaschenhersteller Bürger den Auftrag, einen kompletten Reinraum mit Klimaanlage für deren Produktionsstandort in Crailsheim zu bauen. Die in einem durchgehenden Prozess zubereiteten und gekochten Maultaschen gelangen über ein Transportsystem in den neuen Verpackungsraum, in dem die Anlage derzeit entsteht. Das eingesetzte System Laminar Flow Ultraclean von Weiss Klimatechnik arbeitet mit vertikaler, turbulenzarmer Verdrängungsströmung – das Produkt wird dadurch im Bearbeitungsprozess vor Keimbelastung geschützt. Zur Erzeugung des Reinraums wird gefilterte Zuluft konstant eingebracht. Die Filterung erfolgt mit Schwebstofffiltern hoher Güte, die kleinste Partikel einschließlich Mikroorganismen zurückhalten. Die Gesamtkeimzahl (GKZ) wird signifikant reduziert, die Haltbarkeit der Produkte wird verlängert.

Auch die Baureihe Flowline Decax aus dem Hause Ortner wurde eigens für die Lebensmittelindustrie entwickelt. Es handelt sich dabei um ein abgestimmtes Luftentkeimungssystem, welches die hohen Anforderungen beim Schneiden und Verpacken von Lebensmitteln erfüllt. Die Flowline-Serie ist ein raumaktives System und benötigt keine groß angelegten Infrastrukturanlagen. Die Konstruktion der Decax-Linie ist so konzipiert, dass glatte Oberflächen die Innen- und Außenbereiche beherrschen. Eine energieeffiziente LED-Beleuchtung erzeugt eine besonders angenehme Arbeitsumgebung. Die mikrobiologische Sicherheit wird durch perfekt integrierte UVC Entkeimung gewährleistet. Darüber hinaus entspricht das System den HACCP-Richtlinien, sodass die Haltbarkeitszeiten von Lebensmitteln verlängert werden.

Bildergalerie

Das deutsch-israelische Unternehmen Fischer Planning präsentiert in Köln eine Ultra Clean-Technologie für Behälter und Abfüllmaschinen, die das gesamte Kontaminationspotenzial praktisch auf Null reduziert. Mit Sterivent und Laminarflow reagierte Fischer auf die im Feld erkannten Hygienerisiken: Die erste Station, die Sterivent-Filtereinheit, reinigt nicht nur die Zuluft für die Behälter. Sie hält darüber hinaus in den Tanks einen permanenten Überdruck aufrecht: Sensoren erfassen bei sinkendem Füllstandniveau den Druckverlust und gleichen über eine Ventilation sofort die Differenz auf einen Überdruck von 20 mbar im Tank aus. Ungefilterte Außenluft hat so keinen Zutritt. Das Modul presst selbst während des Abspritzens von außen (Reinigung) entkeimte Luft in den Vor- oder Zwischenspeicher und beseitigt so die Gefahr der Implosion. Die Labyrinthdichtung schützt bei diesem Arbeitsgang die Filtereinsätze gegen Durchnässung, wie auch vor einer Benetzung von innen. Die Sterivent-Aufsätze bestehen aus dem Vor- und einem Hepa-Filter der Klasse 100 als Keimfilter (Hepa = High Efficiency Particulate Filter). Der Sterivent reinigt die Luft praktisch auf Operationsraum-Niveau. Eine Einheit kann bis zu acht Tanks keimfrei halten. Ferner begnügen sich die Sterilfilter gegenüber den 10- und 12-kW-Standardlösungen konventioneller Bauart mit lediglich 0,2 kW Ventilatorleistung. Die Laminarflow-Variante ist für die keimfreie Atmosphäre um Abfüll- und Verpackungsmaschinen zuständig. Das Filtersytem umspült die Einrichtungen hermetisch mit keimfreier Luft und legt so einen Schutzschirm zwischen Halle und Abfüllmaschine.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 31804590)