Kreiselpumpe Pumpen und heizen zugleich

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Bislang erfolgt das Erwärmen von flüssigen Medien in der Industrie vorwiegend durch statisches Einmischen von Dampf. Diese Technologie stößt jedoch bauartbedingt häufig an ihre Grenzen. Hier setzt die Produktgruppe Kreiselpumpen des Andritz-Geschäftsbereichs Hydro an und entwickelt Systeme zum dynamischen Aufheizen flüssiger Medien.

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Dipl.-Ing. (FH) Mario Liebetrau, Vertriebsleiter Deutschland Nord/Ost, Andritz Hydro-Pumpen: „Überhitzung des flüssigen Mediums, Dampfschläge und partielle Ablagerungen, wie sie bei herkömmlichen statischen Systemen auftreten können, gehören der Vergangenheit an.“
Dipl.-Ing. (FH) Mario Liebetrau, Vertriebsleiter Deutschland Nord/Ost, Andritz Hydro-Pumpen: „Überhitzung des flüssigen Mediums, Dampfschläge und partielle Ablagerungen, wie sie bei herkömmlichen statischen Systemen auftreten können, gehören der Vergangenheit an.“
( Bild: Kempf )

Im Fokus der Pressekonferenz am Montag stand die jüngste Entwicklung: Der DSH (Dynamic Steam Heater) erfüllt zwei Funktionen in einem Aggregat, nämlich die anspruchsvolle Aufgabe des Pumpens und gleichzeitigen Aufheizens von flüssigen Medien.

Das Novum beim Dynamic Steam Heater: Das Einmischen des Dampfes in das Medium erfolgt dynamisch über rotierende Düsen, die auf der Pumpenwelle angebracht sind. „Überhitzung des flüssigen Mediums, Dampfschläge und partielle Ablagerungen, wie sie bei herkömmlichen statischen Systemen auftreten können, gehören damit der Vergangenheit an“, betont Mario Liebetrau, Vertriebsleiter Deutschland Nord/Ost.

Mithilfe des von Andritz neu entwickelten dynamischen Dampfmischers – Dynamic Steam Heater Propeller (DSHP) – können in Industriekraftwerken wertvolle Wärmeenergie und das Kondensat bei plötzlicher Kapazitätsänderung zurückgewonnen werden, anstatt den Dampf abblasen zu müssen. Dies führe zu kurzen Amortisationszeiten, so Liebetrau. Im DSHP wird der Dampf durch in der Flüssigkeit rotierende Dampfsterne kondensiert. Dank der kompakten Bauweise werden große Phasengrenzflächen erzeugt; die gesamte Wärmeenergie wird dem VE-Wasser (vollentsalztes Wasser) zugeführt, und das Kondensat bleibt erhalten.

Die Steam Heater sind zusätzlich zum Wasserbereich auch für andere flüssige Medien gut geeignet. Der modulare Aufbau ermöglicht optimale Ergebnisse für jeden Anwendungsfall.

ACHEMA: Halle 9.0, Stand J18-J19

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