Logistikzentrum

Pharmaserv weiht neues Logistikzentrum ein

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Optimaler Prozessablauf

Durch die direkte räumliche Anbindung an das vor vier Jahren in Betrieb genommene Lagergebäude M 483 konnten die Prozesse weiter optimiert werden: Die Wareneingangsanmeldung von Rohstoffen und Stückgut erfolgt wie gehabt. Fertigarzneimittel, Handelswaren, oder Einzelteile werden im neuen Lagerbüro in M484 angemeldet. Je nach Ware und Temperaturanforderung wird dem Fahrer ein entsprechendes Tor zugewiesen. Die Ware wird daraufhin entladen und im Wareneingangsbereich M484 kalt oder warm bereitgestellt. Eine spezielle absenkbare Überladebrücke im Warmbereich erleichtert den Entladungsprozess bei kleineren Fahrzeugen.

Die Verladetechnik im Kaltbereich ermöglicht einen Be- und Entladevorgang, ohne dass die Ware einer Veränderung der Umgebungsbedingungen ausgesetzt ist. Der LKW fährt geschlossen bis zur Rampe, an der das Heck des LKW mit einem Airbag umschlossen wird, bevor die Tür geöffnet und die Rampe ausgefahren wird. Im Wareneingangsbereich erfolgt die Kennzeichnung der Paletten mit einem Etikett samt Barcode zur eindeutigen Identifizierung und Rückverfolgbarkeit.

Die Angaben auf dem Lieferschein werden mit der Ware und gegebenenfalls den übertragenen Schnittstellendaten genauestens abgeglichen. Ist die Prüfung erfolgreich, werden systemseitig die optimalen Lagerplätze reserviert und die Einlagerungsbefehle per Funk an den Stapler gesendet. Nach Verbringung der letzten Palette auf den Lagerplatz wird der Wareneingang gebucht und gegebenenfalls über Schnittstellen übertragen.

Kommissionierung und Warenannahme

Das GMP-Lager verfügt über Verschieberegal-Anlagen, die eine optimale Platzausnutzung gewährleisten. Die Kommissionierung der Ware erfolgt Regalweise. Als Lagerverwaltungssystem wird die Navision-basierte Lösung „SNC-Logistics“ angewandt. Dieses System ist voll in das ERP-System von Pharmaserv integriert und über mehrere Schnittstellen, sowohl im Rohstoff- und Produktionshilfsmittel- als auch im Fertigarzneimittelbereich mit dem Kunden-ERP von CSL Behring verbunden.

Die Avisierung einer Auslagerung erfolgt ebenfalls über die Schnittstelle. Die Information, welche Verpackung die Ware erhält, liegt der Lieferung von CSL Behring bei. Systemseitig werden dem Staplerfahrer die Plätze und Paletten angezeigt, die in den Packbereich gebracht werden müssen. Er bestätigt die Aufnahme und Verbringung der Ware durch Scannen der Barcodes. Im Packbereich wird die Ware nach Vorgabe und Packschema des Kunden gepackt. Je nach Anforderung werden die Emballagen (Packmittel) mit Kühlakkus bestückt. Nach Beendigung des Verpackungsprozesses wird die Ware abgemessen, gewogen, die ermittelten Daten systemseitig erfasst und über die Schnittstelle an das Pharmaunternehmen übermittelt. Nach diesen Daten richten sich Ausfuhranmeldung und Frachtraumplanung. Zusätzlich zu den Verpackungsschritten werden die Einheiten mit sogenannten Datenloggern versehen, die eine nahtlose Dokumentation und Überwachung der Temperaturführung ermöglichen. Ist der Warenausgang nicht zeitnah avisiert, wird die Ware in die Bereitstellungszone (Warm- oder Kaltbereich) umgelagert. Am Tag der Verladung werden die Aufträge im Warenannahmebereich bereitgestellt und nach Verladung in den LKW gebucht. Die Warenausgangsbuchung wird ebenfalls über Schnittstellen in Echtzeit übertragen.

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