Online-Analytik

Online-Analytik überwacht Prozesswässer im Chempark Krefeld-Uerdingen

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„Die Kunst der Probennahme fängt bereits im Kanal an“, erklärt Bernd Remitschka, Instandhaltungsgruppenleiter der PAT. „Ist die richtige Messstelle gefunden, stellt sich das Problem der Homogenität und der richtigen Probenvorbereitung.“ Dafür stellt Shimadzu verschiedene Probenaufnahmesysteme zur Verfügung, die optimal an die jeweilige Prozessmessstelle angepasst werden. In Zusammenarbeit mit den Instandhaltungsmitarbeitern der PAT ist es gelungen, optimale Probennahmesysteme zu entwickeln und im Betrieb mehrjährig zu bewähren.

Anpassung an wechselnde Anforderungen

Neben der Probenaufnahme spielt der Wartungsaufwand bzw. die Standzeit des Online-Geräts eine große Rolle. Dr. Heinrich Josef Bruker, Sachgebietsleiter der PAT fügt hinzu: „Auch die Probe hat sich verändert. Durch das umweltbewusste Handeln der Produzenten wird überall Wasser eingespart. Daher haben sich die Konzentrationen und teilweise auch die Frachten der Proben stark erhöht. Dieses wirkt sich wiederum auf die Standzeit der Geräte aus.“

Um diesen dauernd wechselnden Anforderungen der Matrix entgegenzuwirken, erlauben verschiedene Funktionen und Optionen eine optimale Anpassung des Analysators auf die jeweilige Probenmatrix. Bei hohen Salzfrachten beispielsweise erhöht ein speziell entwickeltes „High-Salt-Kit“ die Verfügbarkeit um den Faktor 8 bis 10.

Ein weiterer Vorteil der Geräte: Es werden nur geringe Injektionsvolumina benötigt, um den hochsensitiven Detektor anzusprechen. Der Detektor erlaubt zudem in Verbindung mit der Injektionseinheit einen extrem hohen dynamischen Messbereich vom µg/l-Bereich bis in den %-C-Bereich. Gleichzeitig wird eine hohe Messgenauigkeit in allen Konzentrationsbereichen garantiert. Eine automatische Probenverdünnung sorgt außerdem für eine geringe Belastung des Geräts und somit für eine hohe Verfügbarkeit.

Mittlerweile ist die dritte Gerätegeneration im Einsatz. Mehr als 40 Online-TOC-Geräte kontrollieren unermüdlich die Knotenpunkte des Chemparks Krefeld Uerdingen. Aufgrund von gesetzlichen Vorgaben werden besonders kritische Knotenpunkte mit zwei Messsystemen abgesichert, um eine möglichst hohe Standzeit zu gewährleisten.

Fazit: Das Beispiel zeigt, wie Anwender und Gerätehersteller voneinander lernen und profitieren. Auf diese Weise entstanden neue Probennahmesysteme und die Verfügbarkeiten der Geräte wurden in hohem Maße optimiert. Die jahrzehntelange Zusammenarbeit zwischen der PAT und Shimadzu führte zu Synergien bei der Bestückung, Fortentwicklung und Ausstattung von Prozessmessstellen im Abwasserbereich des Chempark Krefeld-Uerdingen.

Der Autor ist Produktspezialist Analytik TOC bei der Shimadzu Deutschland GmbH, Duisburg.

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