Petrochemie Norwegen

Norwegen - Die Dominanz der Öl- und Gasindustrie

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Kein Wunder daher, dass sowohl Ölmultis als auch regionale Ölfirmen hart um neue Bohrlizenzen in der Barentssee wetteifern. Ein lukratives Geschäft, denn eine Anlage kostet mehrere Hundert Millionen Euro. Jede Probebohrung verursacht dazu weitere circa 100 Mio. Euro Aufwand. Die Aufschlussarbeiten in den darauffolgenden Jahren summieren sich gewöhnlich auf etwa 1 Mrd. Euro pro Feld. Um beim Zuschlag gerüstet zu sein, haben einige Ölfördergesellschaften bereits Bauaufträge für Bohranlagen vergeben.

Auch auf dem europäischen Kontinentalschelf will Norwegen seine Förderaktivitäten ausbauen, etwa durch die Wiederbelebung des Ekofisk-Feldes in der zentralen Nordsee. Hierzu sowie für kleinere, zeitkritische Projekte sind Investitionen im Gesamtwert von umgerechnet circa 8,3 Mrd. Euro geplant.

Nach einem Zuwachs um 11% im letzten Jahr werden die Investitionen der Öl- und Gaswirtschaft 2012 laut Erwartungen des Statistikamtes um 14% ansteigen, wobei der diesjährige Zuwachs neben der Suche nach neuen Ölfeldern Wartungs- und Modernisierungsarbeiten an bestehenden Plattformen geschuldet sein dürfte.

Eldorado für Hersteller von Pumpen, Kompressoren und Armaturen

Die beständige Entwicklung der Offshore-Industrie sorgt für eine hohe Nachfrage nach Maschinen und Ausrüstungen wie Pumptechnik, Kompressoren, Ventil- und Leitungssysteme, fernerhin Messtechnik, Informationstechnologien und Dienstleistungen für die Förderung, Verarbeitung sowie für den Transport von Öl und Gas.

Stark im Norwegen-Geschäft engagiert sind von deutscher Seite unter anderem Eon Ruhrgas, Europipe, Gisma, RWE Dea, Sick, Siemens, Thyssen Krupp und Verbundnetz Gas. Für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer ist außerdem die in Norwegen ansässige Werft- und Nahrungsmittelindustrie ein wichtiger Zielmarkt.

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