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Indessen wächst die Kluft zwischen der Öl-/Gasindustrie und der übrigen Wirtschaft des Landes. Mit rund 18 Mrd. Euro investierte die Offshore-Industrie auf dem Kontinentalsockel 2011 sieben Mal mehr als der Bergbau und das verarbeitende Gewerbe. Die Mittel, welche in die sogenannte Festlandwirtschaft fließen, bei der die Öl- und Gasindustrie herausgerechnet wird, legten 2011 noch um 8% zu, 2012 sollen es jedoch nur noch +4 bis +5% werden.
Kluft zwischen Öl-/Gasindustrie und übriger Industrie wächst
Denn mit Ausnahme der Petrochemie können sich exportorientierte Betriebe angesichts des hohen Außenwerts der Krone, insbesondere gegenüber dem Euro, und der schwachen Auslandsnachfrage zurzeit nur schwer im internationalen Wettbewerb behaupten. Vor allem Metall verarbeitende Betriebe und Hersteller von Basischemikalien leiden unter dem Rückgang der ausländischen Bestellungen.
Ferner hat zwischen den Öl-/Gasunternehmen und der übrigen Industrie ein Kampf um hoch qualifizierte Fachkräfte eingesetzt. Höhere Nettoexporte resultieren - in Verbindung mit den gestiegenen Rohstoffpreisen - in erster Linie aus der Dominanz des Öl- und Gasgeschäfts.
Die wachsende Kluft zwischen der Öl-/Gasindustrie und der übrigen Wirtschaft zeigt sich auch bei regionaler Betrachtung. Höheres Wachstum verzeichnen vor allem Rogaland und der Großraum Oslo. Allein auf diese beiden Gegenden, wo ein Großteil der petrochemischen Industrie des Landes konzentriert ist, aber nur etwa 20% der Bevölkerung leben, entfallen 60% aller im letzten Jahr landesweit neu geschaffenen Arbeitsplätze.
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* Quelle: Germany Trade and Invest
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