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Geschäftschancen für deutsche Unternehmen bietet neben der Suche nach und dem Abbau von Rohstoffen auch Norwegens Umwelttechnik-Markt. Ausbauvorhaben sind im Zuge der Erhöhung der Energieeffizienz im Kraftwerksbereich und den Leitungsnetzen sowie in der Industrie und in den Kommunen im Gang oder werden geplant.
Umfassender Erneuerungsbedarf besteht vor allem im Bereich der Haustechnik. Obwohl Norwegen nicht mit üppigem Sonnenschein in Verbindung gebracht wird, erzielt die Solarindustrie des Landes laut der Norwegian Solar Energy Society einen Umsatz von umgerechnet 1,3 Mrd. Euro pro Jahr. Größtes Einzelprojekt im Umweltschutz dürfte der Bau des Mongstad-Testzentrums zur Kohlendioxid-Abscheidung und Speicherung sein, dessen Kosten auf etwa 750 Mio. Euro geschätzt werden.
Oslo verfolgt gerade das größte Abwasserentsorgungsprojekt in der Geschichte des nordischen Landes (siehe hierzu Bericht von Germany Trade & Invest "Norwegens Hauptstadt modernisiert Kanalisationsnetz" vom 25.4.12, kostenloser Download unter http://www.gtai.de). Allein die Pläne der Hauptstadt in der Transport-, Abfall- und Energiewirtschaft dürften deutschen Unternehmen zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.
Neue Ölfunde bieten Perspektive über Generationen hinaus
Treibende Konjunkturkraft Norwegens bleiben vorerst jedoch die Investitionen in der Öl- und Gasindustrie, die übrigens nicht nur als Motor der Wirtschaft fungiert. Der Staat schießt auch ganz direkt Gewinne aus dem Ölgeschäft in Höhe von aktuell 6% des Bruttoinlandsprodukts (Festland) pro Jahr in das nationale Budget ein. Große Lagerstätten und neue Ölfunde verlängern die Perspektive dieses Wachstumsmodells über Generationen hinaus.
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