Brecher-Band-Anlage

Neues Bandanlagensystem sorgt für effizienten Erz-Transport

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Die 2800 mm breite Förderanlage des Typs ST 1800 läuft mit einer Nenngeschwindigkeit von 1,5 m/sek. und verfügt über einen konventionellen 800-kW-Antrieb sowie einen Antrieb mit variabler Frequenz (Variable Frequency Drive, VFD). Ein 400 m langer Förderer transportiert das zerkleinerte Erz von der semimobilen Brechanlage und dem Abzugsförderer zu zwei Überlandförderern, die die Entfernung von 7,5 km bis zur Groberzhalde überbrücken.

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Der erste von beiden Überlandförderern weist eine Breite von 1830 mm und eine Geschwindigkeit von 6,2 m/sek. auf. Er verfügt über zwei getriebelose 6000-kW-Antriebe (siehe Kasten) der Marke Siemens. Bei diesen Förderantrieben, den weltweit größten ihrer Art, findet die integrierte Antriebstechnik von Siemens (Integrated Drive System, IDS) Anwendung. Sie gewährleistet eine besonders hohe Anlagenverfügbarkeit (über 99 %), da viele Bauteile traditioneller Förderantriebe – z.B. Reduzierstücke, Kupplungen und Motorlager – sowie die damit verbundenen Wartungskosten entfallen.

Starker und effizienter Antrieb

Für die Cuajone-Mine liefert Siemens das weltweit größte Direktantrieb-Förderbandantriebssystem. Das Integrated Drive System (IDS) besitzt insgesamt 12 000 kW Leistung. Der Direktantrieb ermöglicht eine Effizienzsteigerung um drei Prozent und reduziert zudem Wartungsaufwand und -kosten, da auf Verschleißteile wie Kupplungen, Motorlager und Getriebe verzichtet werden kann. Außerdem ermöglichen die Direktantriebe den Einsatz eines durchgehenden Förderbandes. So kann auf Übergabestationen verzichtet werden, dies reduziert die Störanfälligkeit, Wartungsintensität und Kosten. Die Bandanlage besteht aus drei Einzelabschnitten, die mit insgesamt fünf integrierten Antriebssystemen ausgestattet werden. Für das größte Band werden zwei Direktantriebe mit jeweils 6000 kW Leistung – bestehend aus einem langsam laufenden Synchronmotor und einem Sinamics SL150 Umrichter – geliefert. Die zwei kleineren Zu- und Abfuhrbänder werden mit zwei 500 kW Niederspannungsmotoren mit rückspeisefähigen Niederspannungsfrequenzumrichtern Sinamics S150 und einem 1200 kW Mittelspannungsmotor angetrieben. Die Umrichter und Motoren sowie die Getriebe und Kupplungen für diese Antriebe stammen von Siemens.

Geringerer Energieverbrauch und höhere Effizienz

Die Technologie trägt nicht nur wesentlich dazu bei, dass Überlandförderer größere Kapazitäts- und Geschwindigkeitsanforderungen erfüllen können; sie führt auch zu einem geringeren Energieverbrauch und einer höheren Effizienz.

Das getriebelose Antriebssystem wurde in Zusammenarbeit von ThyssenKrupp und Siemens entwickelt und erstmalig 1985 im Kohlebergwerk Prosper-Haniel in Deutschland eingesetzt. Die Technologie hat sich in einer langen Reihe erfolgreich abgeschlossener Projekte bewährt und wird durch eine kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit stetig verbessert.

Zu den neueren Projekten gehören die Lieferung einer dualen Förderbandanlage mit getriebelosem 3800-kW-Antrieb für eine Kupfermine von Glencore in Antapaccay/Peru, fünf getriebelose Antriebe mit 5000 kW für eine Überlandförderanlage für eine Mine von BHP Billiton in Escondida/Chile sowie Überlandförderer mit getriebelosen 4400-kW-Antrieben für die Mine von MMG Las Bambas in Peru.

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