Inhalt des Artikels:
Ergänzendes zum Thema
FDI: Erster Praxistest
Geräteintegration leicht gemacht
In Bad Neuenahr wurden erstmals Feldgeräte mit verschiedenen Kommunikationsarten (Foundation Fieldbus, Hart und Profibus) und unterschiedlicher Hersteller mit Hilfe von FDI Device Packages in ein ABB Prozessleitsystem integriert und typische Anwendungsfälle wie Parametrierung, Konfigurierung, Diagnose und Wartung demonstriert. Das System nutzt bereits Prototypen der von der FDI Cooperation entwickelten Standard FDI Host Komponenten. Der Prototyp dient der Verifizierung der FDI-Konzepte, der Erprobung der Standard Host Komponenten und Demonstration der FDI Funktionalität. Die technischen Details hierzu erklärt Achim Laubenstein, Geschäftsführer der FDI Cooperation imweiterführenden FlipView-Interview
Damit ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur einfacheren Integration getan. Ende 2011 soll der erste Entwurf der FDI-Spezifikationen veröffentlicht werden. Die FDI-Konformitätstestkonzepte sollen Mitte 2012 abgeschlossen sein. Ende 2012 sollen die FDI Standard Host Komponenten wie EDD Engine und User Interface (UI) Engine durch die FDI Cooperation fertig gestellt werden. Erst kürzlich hatten die fünf großen Interessenverbände – FDT Group, Fieldbus Foundation, HART Communication Foundation, PROFIBUS & PROFINET International und OPC Foundation angekündigt, dass sie im Rahmen einer FDI Coooperation, LLC (Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach US-amerikanischem Recht) verstärkt eine gemeinsame und einheitliche Lösung für die Feldgeräteintegration (FDI) etablieren wollen. Hans-Georg Kumpfmüller, Vorstandsvorsitzender der neu gegründeten FDI Cooperation, spricht imFlipView-Interview über den aktuellen Stand des FDI-Projektes und seine langfristige Vision zur Geräteintegration .
Ergänzendes zum Thema
Aus der Namur: Stabsübergabe im Vorstand
Nicht nur die Welt der Leitsysteme wandelt sich, auch in der Namur gab es Veränderungen. Nach neun Jahren übergibt Dr. Norbert Kuschnerus sein Amt des Vorsitzenden an Dr. Wilhelm Otten von Evonik. Neu im Vorstand sind außerdem Dr. Fankhäusel, BASF und Dr. Thomas Tauchnitz, Sanofi Aventis.
Inhaltich will die Namur die Internationalisierung weiter voran treiben. Dafür wurde die Zusammenarbeit mit den europäischen Anwenderorganisationen verstärkt. Seit 1998 werden mit der niederländischen WIB (International Instrument User's Associaton) seit 2010 mit der britischen EEMUA (Engineering Equipment and Materials Users' Association) und seit diesem Jahr mit der französischen EXERA (Association des Exploitants d'Equipements de Mesure, de Régulation et d'Automatisme) enge Verbindungen gepflegt. In Ländern ohne relevante Anwenderorganisation baut die Namur eigene Organisationen auf, wie in China. Dort arbeiten inzwischen sieben Arbeitskreise. Auch die chinesische Namur-Konferenz, die in diesem Jahr vom 23.-24.November in Shanghai stattfindet, ist inzwischen fest etabliert.
Als Arbeitsfelder im nächsten Jahr stehen die Themen Wireless Automation, Modularisierung von Automatisierungsanlagen, Security und Mensch-Maschine-Interface auf der Agenda. Darüber hinaus wird die Prozessführung bei biotechnologischen Prozessen einen besonderen Schwerpunkt einnehmen.
Ausblick Die Namur-Hauptsitzung zeigte, dass es häufig viele kleine Ansätze sind, die etwas bewegen. Lösungen von der Stange wird es immer weniger geben. Daher werden in Zukunft innovative Ansätze und solide Leitsysteme gefragt sein, aber auch die überdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Verfahrens- und Elektrotechnik. Eine Komponente, die dies schon sehr gut verinnerlicht hat, ist der Stellungsregler. Das Arbeitspferd in der chemischen Industrie hält seit langem die Balance zwischen robuster Mechanik und intelligenten Funktionen. Dabei gleicht kaum ein Einsatz dem anderen, so dass wenige Stellgeräte 100-prozentig identisch sind. Grund genug, ihnen eine eigene Hauptsitzung zu widmen. Die nächste Hauptsitzung 2012 steht unter dem Motto „Aktorik – von der Handdrossel zum smarten Stellgerät!“ und wird am 8. und 9. November 2012 in Bad Neuenahr stattfinden.
* Die Autorin arbeitet als freie Fachjournalistin.
Inhalt des Artikels:
(ID:30189660)