Prozessleitsystem

Namur-Hauptsitzung – Basis für Innovationen ist ein robuster Kern des Prozessleitsystems

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Weitere Beispiele beschrieb Dr. Hans Linnenbrink, der ein wahrer Meister beim Aufspüren von Energiesparpotenzialen ist. Unabhängig von den großen Potenzialen wie die Chlorproduktion, wo der Einsatz einer Sauerstoffverzehrkathode die elektrische Energie um 30 Prozent senkt, empfiehlt sich auch der Blick auf die klassische Elektrotechnik. So empfahl Dr. Linnenbrink beispielsweise die Blindleistung und die Stromverluste in den Leitungen im Auge zu behalten. Auch der Einsatz von modernen Transformatoren kann den Stromverbrauch nachhaltig senken, ebenso wie Dämmerungsschalter oder der Einsatz von LEDs bei der Beleuchtung. Auch der Ersatz von elektrischen Frostschutzheizungen durch Außentemperaturregelungen spart jede Menge Strom. Selbst die Personenaufzüge in der BASF mussten kritischen Untersuchungen über sich ergehen lassen. Siehe da – bei den rund 700 Aufzügen in der BASF gab es ein Einsparpotenzial von 10 GWh pro Jahr. Und angesichts von durchschnittlich mehr als 10.000 Motoren in Chemieparks zeigt sich das Potenzial für den Einsatz von Drehzahlregelungen oder energiesparenden Motoren. Kleine Anekdote am Rande: Die vielfach gerühmten Energiesparmotoren gelten laut Verordnung für den größten Teil der Motoren in der Chemieindustrie eigentlich nicht. Der Hintergrund: Dreiviertel der Motoren sind in der Zündschutzart ‚Erhöhte Sicherheit‘ (Ex e-Ausführung) ausgelegt und hier gilt laut Gesetz: Sicherheit vor Energiesparen. Dies hinderte die Namur jedoch nicht mit der NA 122 wieder einen eigenen pragmatischen Weg vorzugeben, mit deren Hilfe Sicherheit und Energieeffizienz unter einen Hut gebracht werden können.

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