Covid-19-Impfstoff Moderna-Impfstoff - Welche weiteren Kapazitäten geplant sind

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Moderna glaubt, dass künftig jährliche Auffrischimpfungen gegen Covid-19 nötig sein werden und investiert deshalb weiter. Damit sollen 2022 doppelt so viele Impfstoffdosen hergestellt wie in diesem Jahr. Wo jetzt überall gebaut wird.

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Lonzas Ibex-Fabrik in der Bauphase
Lonzas Ibex-Fabrik in der Bauphase
(Bild: Lonza)

Auftragshersteller Lonza will in Visp für den Covid-19-Impfstoff von Moderna drei weitere Linien für die Wirkstoffproduktion bauen. Damit soll die Kapazität von 300.000 Impfstoffdosen auf 600.000 verdoppelt werden. Schon Anfang 2022 sollen die neuen Linien produktionsbereit sein. Das erklärt das Schweizer Unternehmen in seiner neuesten Pressemeldung.

RNA-Impfstoffe sind weltweit sehr erfolgreich. Neue Studien besagen jedoch, dass die Immunität gegen den Erreger bereits nach einem stark abnimmt und weitere Auffrischimpfungen nötig werden.

Deshalb nimmt Moderna weiteres Geld in die Hand, um weitere Produktionskapazitäten zu schaffen, wovon nun auch Lonza profitiert. Insgesamt will das Biotechunternehmen 2022 bis zu drei Milliarden Dosen seines COVID-19-Impfstoffs herstellen. Dazu gehört auch der Booster, der die Immunantwort verlängern soll.

Auch Auftragshersteller Rovi will weiter in neue Anlagen investieren. Die Fill&Finish-Kapazitäten sollen steigen, ebenso wie die für die Impfstoffformulierung.

Schon in diesem Jahr will Moderna mehr als die zugesagten 800 Millionen Dosen zur Verfügung stellen, bis zu Milliarde Impfdosen sollen es werden.

Eine neue Vereinbarung mit Sanofi in den USA soll dafür u.a. sorgen, dass ab September 200.000 Millionen Dosen in Vials angefüllt werden.

Aus den momentanen Rohstoffproblemen klug geworden, plant Moderna nun auch Sicherheitsbestände im Lager aufzubauen.

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