Laser-Rückstreuung Laser-Rückstreuung ermöglicht In-situ-Messungen von Schüttgutströmungen

Autor / Redakteur: Dr. Reto T. Meili / Dr. Jörg Kempf

„Panta Rhei – Alles fließt“, sagte der altgriechische Philosoph Heraklit – und auch wenn er damals nicht an die Prozesse mit Feststoffkreisläufen dachte, ist deren Bedeutung heute immens für die Industrie. Die In-situ-Messung der Geschwindigkeit in einem bewegten Teilchenfluss, bei hohen Temperaturen und Drücken im rauen industriellen Umfeld ist eine schwierige Aufgabe. Laser-Rückstreuungsinstrumente erfüllen diese Aufgabe zuverlässig.

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Die Labasys-Instrumente sind auch geeignet, um Geschwindigkeiten und Konzentrationen in anderen Feststoffprozessen zu messen – sei es wie im vorliegenden Beispiel im hohen Konzentrationsbereich von Schüttungen oder in einem tieferen Dünnstrom-Bereich, sei es in einem R&D-Umfeld oder in der industriellen Produktion. (Bild: MSE Meili)
Die Labasys-Instrumente sind auch geeignet, um Geschwindigkeiten und Konzentrationen in anderen Feststoffprozessen zu messen – sei es wie im vorliegenden Beispiel im hohen Konzentrationsbereich von Schüttungen oder in einem tieferen Dünnstrom-Bereich, sei es in einem R&D-Umfeld oder in der industriellen Produktion. (Bild: MSE Meili)

Infolge steigender Ansprüche hinsichtlich Umweltschutz und Effizienz werden moderne Prozesse oftmals als „geschlossene Kreisläufe von Feststoffen“ geführt. Diese Prozesse haben viele Vorteile, sind jedoch schwieriger zu handhaben und zu kontrollieren als flüssigkeitsbasierte Prozesse. Beispiele für solche Feststoffprozesse sind das katalytische Aufspalten von Öl mittels FFC-Katalysator in Raffinerien, die CO2-neutrale Kohleverbrennung in „Chemical Looping“-Verfahren oder LyondellBasell’s Polypropylen-Prozess „Spherizone“.

Gemeinsam ist diesen Prozessen, dass sie mindestens einen geschlossenen Kreislauf haben, in dem Feststoffe zirkulieren – sei es in fluidisierter Form oder als Fließbett. Oftmals ist es wichtig, die Geschwindigkeit der Feststoffe in einem solchen Kreislauf in-situ messen zu können. Mit konventionellen Methoden wie Wägen ist dies meistens nicht möglich, weil der Kreislauf nicht geöffnet werden kann. Zusätzlich wird die Messaufgabe noch durch schwierige Prozessbedingungen wie hohe Drücke oder Temperaturen – im Spherizone Prozess z.B. 40 bar und 100 °C – erschwert.

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Um eine zuverlässige Messlösung für ihren geschlossenen Feststoffprozess zu erhalten, wandte sich LyondellBasell an die auf Feststoffmessungen spezialisierte Firma MSE Meili. Basierend auf den existierenden Labasys-Instrumenten sollte ein effektives In-situ-Geschwindigkeitsmessgerät, angepasst an den Spherizone-Prozess, entwickelt werden.

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