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Branchenübergreifende Plattform Klimaschutzinitiative In-4-Climate-NRW nimmt Arbeit auf

Redakteur: MA Alexander Stark

Mit einem Auftakttreffen aller beteiligten Partner nahm In-4-Climate-NRW, die neue Arbeitsplattform von Industrie, Wissenschaft und Landesregierung, ihre Arbeit auf. Ziel der Initiative ist es, Strategien zu erarbeiten, wie die Industrie in Nordrhein-Westfalen ihre hohe Wettbewerbsfähigkeit erhalten, zusätzliches Wachstum erzeugen und gleichzeitig zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele beitragen kann.

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Staatssekretär Christoph Dammermann des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) bei der Kick-Off-Veranstaltung der Initiative.
Staatssekretär Christoph Dammermann des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) bei der Kick-Off-Veranstaltung der Initiative.
(Bild: In-4-Climate-NRW)

Düsseldorf – Mit der Initiative hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen eine Plattform ins Leben gerufen, die einen gemeinsamen innovativen Arbeitsprozess von Experten aus den NRW-Industrieunternehmen, der Wissenschaft und der Landesregierung in Gang bringen soll. In Düsseldorf trafen sich nun zum ersten Mal Vertreter der beteiligten Industrieunternehmen, Forschungsinstitute sowie der Landesregierung. Daran beteiligt sind über zwanzig Unternehmen und Verbände aus den Bereichen Stahl und Metalle, Chemie, Zement, Glas, Papier und Baustoffe. Sechs Forschungseinrichtungen bilden Innovationsteams.

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung, und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hatte die Initiative im September 2018 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem wurden die Strukturen geschaffen, um damit eine zentrale Einrichtung zur Erforschung und Etablierung Treibhausgas-neutraler Industrieprozesse zu etablieren.

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Innovationen auf die Sprünge helfen

Die Innovationsteams sollen zukünftig Ideen entwickeln, wie Produktionsprozesse und Wertschöpfungsketten langfristig klimaneutral gestaltet werden können und wie ein Beitrag der Industrie zur Entwicklung klimafreundlicher Produkte aussehen kann. Beispielsweise könnten bei der Stahlherstellung die anfallenden Prozessgase in Chemieprodukte umgewandelt oder Kokskohle durch Wasserstoff ersetzt werden. Das würde den CO2-Ausstoß stark vermindern. Geleitet werden die Innovationsteams von Prof. Dr. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts und Prof. Dr. Görge Deerberg, stellvertretender Leiter des Fraunhofer Umsicht. Unterstützung erhalten sie von ihren Co-Leitungen aus der Industrie.

Event-Tipp der Redaktion Das von PROCESS organisierte Energy Excellence Forum am 15./16. Mai 2019 in Frankfurt am Main zeigt eine Vielzahl von technischen Konzepten und Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz. Welche Themen beim letzten Energy Excellence Forum diskutiert wurden, lesen Sie in unserem Beitrag „Energy Excellence Forum 2018 – Strategien für mehr Energieeffizienz“.

Spitzenforschung für eine klimaneutrale Zukunft

Das wissenschaftliche Kompetenzzentrum der Initiative, SCI-4-Climate-NRW, begleitet den Prozess aus Forschungssicht. Das Kompetenzzentrum untersucht die Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten einer klimaneutralen und zukunftsfähigen Grundstoffindustrie in Nordrhein-Westfalen und ist ein Forschungsprojekt von sechs Instituten unter Leitung des Wuppertal Instituts. Weitere Partner sind das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht, das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), die RWTH Aachen, das VDEh-Betriebsforschungsinstitut GmbH (BFI) und der Verein Deutscher Zementwerke (VDZ gGmbH). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betrachten dabei technologische, ökologische, ökonomische, institutionelle, gesellschaftliche und (infra-)strukturelle Systemherausforderungen für die nordrhein-westfälischen Unternehmen der energieintensiven Grundstoffindustrie.

Die Finanzierung des Projektes ist auf vier Jahre angelegt. Die 16 Millionen Euro Förderung (inklusive wissenschaftlicher Unterstützung) übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen. Zusätzlich soll die Initiative Fördermittel in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe von Bund und EU für innovative Industrieprojekte mobilisieren. Die Initiative steht allen Industrieunternehmen offen.

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