Füllstandmessung Kabellose und grenzenlose Füllstandmessung

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Vega macht Füllstand mobil: Mit den autarken Radarsensoren Vegapuls Air lassen sich die Füllstände von Silos, mobilen Containern oder Tanks zuverlässig überwachen, selbst an entlegenen Orten.

Firmen zum Thema

Vegapuls Air-Sensoren arbeiten autark, das heißt, sie kommen ohne Prozessanbindung, ohne Kabel und Leitsystem aus.
Vegapuls Air-Sensoren arbeiten autark, das heißt, sie kommen ohne Prozessanbindung, ohne Kabel und Leitsystem aus.
(Bild: Vega)

In Industrieanlagen, im Logistikkreislauf oder im Agrarbereich kann der Einsatz autarker Füllstandsensorik viele Prozesse optimieren. Bislang standen in vielen dieser Anwendungen jedoch technische oder wirtschaftliche Hürden im Weg. Oft war die Installation aufwändig, Kabel mussten verlegt und eine Stromanbindung bereitgestellt werden. Auch die Übertragung der Messwerte gestaltete sich schwierig, verbunden mit hohen Kosten und nur in Ausnahmefällen rentabel.

Speziell für diese Situationen hat Vega eine neue Geräteserie autarker, drahtloser Füllstandsensoren auf Basis der 80 GHz-Radartechnologie entwickelt. Im Vordergrund stand die Energieeffizienz. Messtechnik, Funk-Datenübertragung und Energieverbrauch wurden so aufeinander abgestimmt, dass ein autonomer Betrieb für zehn Jahre und mehr möglich sein soll. Ob Lagerbehälter mit Chemikalien, Container mit Reinigungsmitteln oder Reststoff-Behälter, die auf Abholung warten: die Varianten der Vegapuls Air-Serie decken Messbereiche von wenigen Zentimetern bis zu 30 Metern ab.

Ideal für mobile Behälter und IBC

Ideal lassen sich die Sensoren für Smart Logistics einsetzen und entsprechend einfach integrieren, so der Hersteller. Dank Radar ist eine Messung am IBC oder Kunststoffbehälter von außen durch die Behälterwand möglich. Die Kunststoffblase muss also nicht geöffnet oder modifiziert werden. Mit wenigen Handgriffen kann diese Lösung dauerhaft oder vorübergehend am Container installiert werden, dort verbleiben und den jeweiligen Status übertragen. Selbst hoch gestapelt erfassen die autarken Sensoren an jedem einzelnen Behälter mehrfach pro Tag den aktuellen Füllstand – und übermitteln diesen per Funk.

In wenigen Minuten installiert

Die Vegapuls Air-Sensoren arbeiten autark, das heißt, sie kommen ohne Prozessanbindung, ohne Kabel und Leitsystem aus. Entsprechend einfach und unkompliziert geht der Weg in die Cloud, wo die Messdaten jederzeit zur Verfügung stehen: kein Kabel, kein Verlegen, kein Umbauen. Die handlichen Radarsensoren selbst sind robust gestaltet und trotzen auch im Freien dauerhaft der Witterung. Der Sensor wird dazu am Behälter angeklebt oder mit dem vielseitigen Montagezubehör befestigt.

Bedarfsgerechte Lieferung

In Kombination mit dem Vega Inventory System lässt sich auf der Basis der Daten, welche die Radarsensoren im Feld ermitteln, ein automatisierter Informationsfluss innerhalb eines Unternehmens oder zwischen Partner-Unternehmen etablieren. Verschiedene übersichtlich gestaltete Analyse- und Planungstools ermöglichen die optimale Bedarfs-, Bestands- und Lieferplanung. Mithilfe der web-basierten Software gewinnen Lieferanten zuverlässig Einblick in die aktuelle Bestandssituation ihrer Kunden. Sie können rechtzeitig und sicher planen, während ihre Kunden vom zuverlässigen und stets ausreichenden Lagerbestand profitieren. Daneben bleiben weiterhin die üblichen Anbindungen an ERP- oder CRM-Systeme möglich.

Ergänzendes zum Thema
Mit Funktechnologie der Zukunft

Vegapuls Air-Sensoren arbeiten mit den Funktechnologien LoRaWAN (Long Range Wide Area Network), NB-IoT (Narrowband-IoT) und LTE-M. Für Smart Cities, Smart Logistics und weitere IoT-Anwendungen bieten sie hohe Reichweiten und können, dank ihres sehr niedrigen Energiebedarfs autark ausschließlich über Batterien betrieben werden. Mit diesen LPWAN-Technologien lassen sich die Sensoren nicht nur besonders kostengünstig, sondern auch einfach über große Distanzen vernetzen.

Die Funkstandards sind auf eine hohe Durchdringung ausgelegt. Damit wird eine Kommunikation zwischen Sensoren und Cloud an Stellen möglich, wo mit dem Smartphone kein Mobilfunk-Empfang besteht. Auch aus dem Keller eines Gebäudes kann ein ausgerüsteter Behälter damit noch einfach und sicher in die Cloud kommunizieren.

NB-IoT erlaubt die Anbindung der Sensoren im weltweit standardisierten 3GPP-Mobilfunknetz. Ein weiterer Vorteil: die Hardware und Wartungskosten fallen gering aus.

Konkret bedeutet dies: Nicht nur die Verfügbarkeit, auch die Auslastung vieler Prozesse und Anlagen profitiert langfristig. Wer Stillstandzeiten verkürzt, indem er seinen Warenfluss flächendeckend mit autarken Sensoren überwacht, spart einerseits Service- und Betriebskosten – während er seine Umsätze gleichzeitig steigert.

(ID:47290045)