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3D-Druck Johnson Matthey eröffnet Zentrum für Keramik-3D-Druck in England

| Redakteur: MA Alexander Stark

Johnson Matthey hat die Eröffnung eines neuen Zentrums für Keramik-3D-Druck in England bekannt gegeben. Damit will das Unternehmen die Entwicklung und das Verständnis von Prozessen und Materialien im 3D-Druck vorantreiben.

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Ziel des neuen Zentrums ist es, Entwicklungs-Knowhow im Bereich 3D-Druck zu sammeln, die Prozesse zu verbessern und effektive Anwendungen für die Produkte zu schaffen.
Ziel des neuen Zentrums ist es, Entwicklungs-Knowhow im Bereich 3D-Druck zu sammeln, die Prozesse zu verbessern und effektive Anwendungen für die Produkte zu schaffen.
(Bild: Johnson Matthey)

Royston/Großbritannien — Derzeit produziert das Unternehmen Produkte aus Keramik in flexiblen Formen und Strukturabmessungen von nur 400 µm. Mit dem 3D-Druck lassen sich komplexe Keramikteile mit kleinen Abmessungen kostengünstig und in großem Umfang herstellen, erklärte das Unternehmen.

„Das neue Forschungs- und Entwicklungslabor wird unser Verständnis für die 3D-Technologie weiter voranbringen. Es wird uns ermöglichen, Granulate und Tinte zu klassifizieren und somit unsere Entwicklungen beschleunigen. Unsere Kunden profitieren von effektiveren Lösungen“, sagte Sam O‘Callaghan, Leiter der Forschungsgruppe.

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Beim 3-Druck spielt die Verteilung der Partikelgrößen eine wichtige Rolle. Die Struktur ist allerdings auch von Bedeutung. Das neue Labor ist deshalb mit einem Qicpic Bildanalysesensor ausgestattet. Damit ist es möglich, sowohl die Partikelgrößen, als auch die Form der Partikel zu analysieren.

Das neue Labor verfügt auch über einen Freeman FT4 Pulver-Rheometer der sieben verschiedene Testeinstellungen bietet und damit 21 unterschiedliche Granulateigenschaften erkennen kann.

Ein weiteres Gerät, das in der neuen Einrichtung zum Einsatz kommt, macht sich die Charakterisierung von Tinten zu Nutze: ein Pixdro Inkjet-Drucker. Dieser Drucker ist mit den gleichen Druckkopfsystemen ausgestattet wie sämtliche R&D Prototypen und Drucker in der Pilotanlage. Dadurch ist die Diversität ebenso wie kostengünstige Experimente gewährleistet und es können unterschiedliche Hersteller und Lieferanten bewertet werden.

Schließlich verfügt das Labor auch über einen Drehmoment-Rheometer mit dem sich die Wechselwirkung zwischen Granulat und Tinte messen lässt. Das Unternehmen ist dadurch in der Lage, optimale Druckereinstellungen zu definieren und sein Verständnis für die unterschiedlichen Eigenschaften von verschiedenen Granulaten zu erweitern.

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