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Das bringt die Visualisierung
PROCESS: Vor knapp anderthalb Jahren hat Siemens das Unternehmen VR Context akquiriert und damit die Softwarelösung Walkinside in das Comos Portfolio übernommen. Welche Vorteile eröffnet die 3D-Anlagenvisualisierung für die Prozessindustrie?
Rougoor: Die Integration von Engineering-Daten und 3D-Anlagenmodell ist eine Innovation im Anlagenmanagement. Comos Walkinside stellt Anlagen beliebiger Komplexität schon vor ihrer Inbetriebnahme wirklichkeitsgetreu virtuell dar – mit einer sehr tiefen Detailwiedergabe und flüssigem Bildaufbau bei räumlichen Bewegungen.
Die Software greift dabei direkt auf den Datenbestand in Comos zurück. Durch logische Verknüpfung der geometrischen Objekte mit den Engineeringdaten wird das 3D-Abbild der Anlage über den gesamten Lebenszyklus hinweg stets aktuell gehalten.
PROCESS: Wie kann man sich das vorstellen?
Jan Rougoor: Zu jedem Bauteil der Anlage, vom Ventil über die Rohrleitung zur Pumpe oder zum Motor, lassen sich in Echtzeit reale Informationen in der virtuellen Welt aufrufen. Sämtliche objektbezogenen Datensätze wie Parameter, Sicherheitsmeldungen, Wartungsinformationen, Handbücher sowie zugehörige P&IDs, Funktionspläne usw. sind direkt am jeweiligen virtuellen Objekt abrufbar.
Das veranschaulicht Informationen und führt bei Planung und Betrieb von Anlagen für alle Beteiligten zur Vereinfachung von Abläufen. Comos Walkinside lässt sich effizient u.a. zum Design Review, zur Simulation, der Betriebsplanung oder zu Trainingszwecken einsetzen. Neue Funktionalitäten, wie z.B. das einfache Isolieren oder farbliche Markieren von Objekten im virtuellen Modell oder die Simulation von Bränden oder Gasleckagen, erweitern die ohnehin schon vielfältigen Möglichkeiten der Softwarelösung.
Die Nutzung von Head-Mounted Devices (HMD – Virtual-Reality-Brillen) und Gamepads zur Steuerung der virtuellen Charaktere macht den Eindruck, man befände sich in der Anlage, nahezu perfekt.
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