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Personalführung

Industrie 4.0 gelingt nur mit aktivem Personalmanagement

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Für mehr Stress am Arbeitsplatz wird auch die Flexibilisierung der Arbeitszeiten sorgen. Dies zeigen Erfahrungen aus Branchen wie dem Gesundheitswesen, in denen lange Schicht- beziehungsweise Bereitschaftszeiten schon heute üblich sind. Industrieunternehmen werden daher verstärkt Angebote zur physischen und psychischen Regeneration machen müssen.

Sinnvoll können beispielsweise Modelle sein, in denen längere, intensive Arbeits- beziehungsweise Bereitschaftsphasen mit Ruhephasen alternieren. Längere Auszeiten vom Beruf ermöglichen aber erst wenige Unternehmen, wie unsere Studie zeigt. Im Maschinen- und Anlagenbau räumt nur jeder vierte Betrieb seinen Beschäftigten ein Sabbatical ein, im Bank- und Versicherungsgewerbe hingegen jeder zweite.

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HR-Management spielt Schlüsselrolle für Industrie 4.0

Der Übergang zur Industrie 4.0 wird nur dann gelingen, wenn die mit der Vernetzung einhergehenden Veränderungen der Arbeitswelt von den Fach- und Führungskräften zu bewältigen sind. Das Personalmanagement muss diesen Übergang moderieren. Im Umkehrschluss folgt daraus aber auch, dass die Unternehmen ihren Personalabteilungen die Möglichkeiten zur Gestaltung der Arbeitswelt 4.0 geben müssen.

Die Aufgaben der Personaler dürfen nicht darauf beschränkt werden, Fachkräfte mit den nötigen Qualifikationen zu rekrutieren. Das Personalmanagement muss vielmehr als gleichwertiger Partner in den Veränderungsprozess einbezogen werden: Notwendig ist die Entwicklung von Arbeitsmodellen, die sowohl den Flexibilitätsanforderungen der Smart Factory als auch den sozialen und gesundheitlichen Bedürfnissen der Beschäftigten genügen.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke MM Maschinenmarkt.

* Dr. Michael Faller ist Geschäftsführer der Baumann Unternehmensberatung Executive Search in 60314 Frankfurt am Main, Tel. (0 69) 9 04 33-0, michael.faller@baumann-ag.com

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