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Ausgereifte Technik
Großtechnisch funktioniert das Verfahren bereits seit 1986, was die Dortmunder Verfahrenstechniker gemeinsam mit RWE in einer Demonstrationsanlage in Berrenrath bei Köln bewiesen haben. Hier wurden nicht nur über 3,6 Millionen Tonnen Braunkohle zu Synthesegas für die Methanolproduktion verarbeitet, sondern auch Kunststoffabfälle. Schon zwei Jahre später ist die erste kommerzielle HTW-Großanlage zur Biomassevergasung im finnischen Oulu in Betrieb gegangen, um Torf als Rohstoff zur Erzeugung von Ammoniak einzusetzen.
Im Jahr 2000 setzte der Anlagenbauer das HTW-Verfahren erstmals bei der Verstromung von Hausmüll in Japan ein. Eine Anlage in Schweden, die Holz in Methanol umwandelt, befindet sich in Planung und auch in Australien und Indien gibt es Projekte, bei denen Kohle oder Biomasse in Kraftstoffe oder DRI-Gas umgewandelt werden, das zur Direkt-reduktion bei der Stahlerzeugung genutzt wird.
Ein großes Potenzial sieht Radtke für Anlagen, die Kohlevorkommen in China und Indien nutzen. Da hier die Flugstromvergasungsverfahren zunehmend an technische Grenzen stoßen, bietet die HTW-Vergasungstechnologie eine ausgereifte Lösung.
Im spanischen Puertolano beweist ThyssenKrupp Uhde seit über 10 Jahren, dass selbst minderwertige Kohle oder Petrolkoks umweltfreundlich zur Stromversorgung eingesetzt werden kann. Klicken Sie das Video an und sehen Sie selbst.
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