150-jähriges Jubiläum Happy Birthday KSB – vom 12-Mann-Betrieb zum Weltkonzern

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Am 18. September durften in Frankenthal sicher schon mal ein paar Korken knallen: Hier, vor genau eineinhalb Jahrhunderten, im Jahr 1871 gründete Johannes Klein zusammen mit den Geschäftsleuten Friedrich Schanzlin und Jakob Becker ein Unternehmen, dem die Anfangsbuchstaben der Gründer den Namen gaben: KSB. Die große Feier folgt aufgrund der Corona-Pandemie im kommenden Jahr. Ein Blick zurück ...

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Firmengründer Johannes Klein im Jahr 1910
Firmengründer Johannes Klein im Jahr 1910
(Bild: KSB)

Frankenthal – Angefangen als 12-Mann-Betrieb, hat sich der Pumpen- und Armaturenhersteller bis heute zu einem weltumspannenden Unternehmen mit mehr als 15.000 Mitarbeitern, 27 Produktionsstandorten, Gesellschaften und Vertretungen in 100 Ländern sowie einem Umsatz von 2,2 Milliarden Euro entwickelt. Was waren die Meilensteine dieser Entwicklung?

Die Entwicklung zum weltweit tätigen Unternehmen begann in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Ab 1924 kauften die Frankenthaler Firmen in Deutschland und gründen Tochtergesellschaften in Europa – die erste davon in Italien. Bereits 1941 entsteht dann mit der KSB Compañía Sudamericana de Bombas die erste Gesellschaft auf dem amerikanischen Kontinent.

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind KSB-Produkte wichtiger Bestandteil des Wirtschaftswunders. 1959 wird in Pakistan das erste Tochterunternehmen im asiatisch-pazifischen Markt gegründet. Im selben Jahr strafft Otto Klein-Kühborth die Struktur des Pumpen- und Armaturenkonzerns. Die AMAG-Werke in Nürnberg und Pegnitz werden ebenso in die Klein, Schanzlin & Becker Aktiengesellschaft in Frankenthal integriert wie die Kleinschanzlin-Bestenbostel GmbH in Bremen und die Kleinschanzlin Pumpen AG in Homburg.

In den darauffolgenden Jahrzehnten baut die Gruppe ihre Internationalität immer weiter aus und expandiert auf den Kontinenten Amerika, Asien und Europa. 1994 ist der Konzern mit einem Gemeinschaftsunternehmen Vorreiter in China.

Die Mutter aller Normpumpen, die Eta-Pumpe von KSB aus dem Jahr 1935 lebt in zahlreichen Generationen bis heute fort und ist, so KSB, noch immer ein Bestseller.
Die Mutter aller Normpumpen, die Eta-Pumpe von KSB aus dem Jahr 1935 lebt in zahlreichen Generationen bis heute fort und ist, so KSB, noch immer ein Bestseller.
(Bild: KSB)

In der Unternehmensgeschichte setzt KSB vor allem technische Maßstäbe. Die 1935 in den Markt eingeführte Eta-Baureihe ist immer noch das Leitprodukt in seiner Klasse. Die Baureihe Eta gilt heute als Mutter aller Normpumpen und hat Industriegeschichte geschrieben.

Ein weiteres Beispiel sind die Chemienormpumpe CPK und die Nachfolgebaureihe Mega-CPK. Sie gehören zu den am meisten eingesetzten Chemienormpumpen weltweit.

KSB legt nach eigenen Angaben traditionell hohen Wert auf Nachhaltigkeit und ist seit 2010 Mitglied des Global Compact der Vereinten Nationen. Dessen Leitlinien verpflichten zu einer sozialen und umweltverträglichen Unternehmensführung.

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