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Werkstoff Hafniumoxid für die Öl- und Gasindustrie

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Um den steigenden Bedarf in der Öl- und Gasindustrie zu decken, hat Morgan Advanced Materials sein Produktportfolio um den Werkstoff Hafniumoxid (HfO) erweitert.

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Hafniumoxid unterscheidet sich von anderen Materialien durch seine besonderen Eigenschaften und wird damit häufig zum Werkstoff der Wahl, z.B. für Hochtemperatur-Thermoelemente.
Hafniumoxid unterscheidet sich von anderen Materialien durch seine besonderen Eigenschaften und wird damit häufig zum Werkstoff der Wahl, z.B. für Hochtemperatur-Thermoelemente.
(Bild: Morgan Advanced Materials)

In Bezug auf die Verbundstruktur ist Hafniumoxid anderen Werkstoffen wie Magnesiumoxid (MgO) und Zirkondioxid (ZrO2) nicht unähnlich, im Vergleich zu diesen jedoch wesentlich leistungsfähiger. Hafniumoxid hält Temperaturen bis 2000 ºC stand und ist damit als Isolationsmaterial für Hochtemperatur-Thermoelemente bestens geeignet. Magnesiumoxid hingegen beginnt bereits bei 1500 ºC mit den Feindrähten in den Thermoelementen zu reagieren, obwohl es über einen ähnlich hohen Schmelzpunkte wie Hafniumoxid verfügt.

Da zudem die Bandlücke bei Hafniumoxid deutlich höher ist, liege es nahe, diesen Werkstoff als Isolationsmaterial in Hochtemperaturanwendungen zu verwenden, empfiehlt Morgan. Schließlich ist Hafniumoxid wesentlich härter und widerstandsfähiger als Magnesiumoxid.

Laut der geltenden Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen dürfen für Thermoelemente keine giftigen Werkstoffe verwendet werden. Insofern stellt Hafniumoxid auch eine gute Alternative zu Berylliumoxid (BeO) dar. Denn im Gegensatz zu Berylliumoxid ist es ungiftig und muss nicht als Sondermüll entsorgt werden.

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