Gefriertrocknung Teil 1
Grundlagen der Gefriertrocknung

Von Wolfgang Ernhofer 7 min Lesedauer

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Mithilfe der Gefriertrocknung lassen sich thermolabile Materialien wie z.B. Proteine, Mikroorganismen, pharmazeutische Wirkstoffe, Gewebe und Plasma haltbar machen. In einer dreiteiligen Folge berichten wir über Grundlagen, Entwicklungen und Optimierung des Verfahrens. Lesen Sie hier Teil eins über die physikalischen Hintergründe zur Sublimation, eine Übersicht über die relevanten Komponenten einer Gefriertrocknungsanlage und das richtige Einfrieren.

Bei einem Stellflächengefriertrockner wird das Produkt  in Schalen oder in Vials auf den Stellflächen platziert.(Bilder:  Genevac)
Bei einem Stellflächengefriertrockner wird das Produkt in Schalen oder in Vials auf den Stellflächen platziert.
(Bilder: Genevac)

Bei der Gefriertrocknung wird dem Produkt Wasser (in Form von Eis) oder ein anderes (gefrorenes) Lösemittel über den Weg der Sublimation entzogen. Anschließend werden die noch gebundenen Wassermoleküle durch Diffusion und Desorption entfernt.

Gefriertrocknung kann synonym auch als Lyophilisation bezeichnet werden. Bei einer gut kontrollierten Gefriertrocknung wird die Produkttemperatur während des gesamten Prozesses niedrig genug gehalten, um strukturelle Veränderungen in der getrockneten Produktmatrix zu verhindern, die sich negativ auf Aussehen und Eigenschaften auswirken können.