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Chemonitor-Trendstudie

Großteil der Chemieunternehmen sieht Kohleausstieg als Chance

| Redakteur: Alexander Stark

Für die aktuelle Chemonitor-Trendstudie wurden die Teilnehmer zum Schwerpunktthema Klimaschutz befragt.
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Für die aktuelle Chemonitor-Trendstudie wurden die Teilnehmer zum Schwerpunktthema Klimaschutz befragt. (Bild: CC0 / Pixabay)

Die deutsche Chemiebranche beschäftigt sich intensiv mit dem Klimawandel. Das zeigt die aktuellste Chemonitor-Trendstudie der Camelot Management Consultants. Fast drei Viertel der Befragten hält dabei den Kohleausstieg für notwendig und sieht ihn als Chance.

München – Der Chemonitor ist Meinungs-Barometer und Trendmonitor für die deutsche Chemiebranche. Er bildet regelmäßig und systematisch die Bewertung der Standortbedingungen sowie Prognosen zur künftigen Investitions- und Beschäftigungsentwicklung ab und greift darüber hinaus aktuell diskutierte Themen der Branche auf.

Die Hälfte der befragten Chemie-Unternehmen beschäftigt sich bereits intensiv mit Maßnahmen zum Klimawandel.
Die Hälfte der befragten Chemie-Unternehmen beschäftigt sich bereits intensiv mit Maßnahmen zum Klimawandel. (Bild: Camelot Management Consultants)

Die rund 200 Teilnehmer des seit 2007 bestehenden Chemonitor-Panels wurden nun zum Schwerpunktthema „Klimaschutz“ befragt. Darüber hinaus wurde der Chemiestandort Deutschland sowie das Geschäftsklima bewertet.

Schwerpunktthema Klimaschutz

Die Hälfte der befragten Unternehmen beschäftigt sich bereits intensiv mit Maßnahmen zum Klimawandel. Der Fokus der Verbesserungen liegt noch auf traditionellen Maßnahmen wie Verbesserung der Energieeffizienz und Optimierung der Produktionsprozesse. Sowohl große als auch kleine Chemieunternehmen halten den Kohleausstieg für notwendig und sehen ihn als Chance.

Nahezu alle großen Chemieunternehmen und mehr als die Hälfte der Mittelständler wollen zudem ihre CO2-Emissionen reduzieren. Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI) werden dabei klar als förderlich für den Klimaschutz angesehen. Mehr als die Hälfte der befragten Chemieunternehmen hält die Erreichung der Klimaschutzziele für realistisch. Viele erwarten allerdings Nachteile für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Chemie.

Bewertung des Chemiestandorts Deutschland

Die Zufriedenheit mit dem Standortfaktor Digitalisierung hat der Studie zufolge einen neuen Tiefststand erreicht und landet auf dem vorletzten Platz. Die Erwartungen der Chemiemanager hinsichtlich Umsatz- und Ergebnisentwicklung verbleiben auf nahezu identischem Niveau - etwas eingetrübt aber optimistisch. In Bezug auf Wachstum setzt die deutsche Chemieindustrie wieder mehr auf organisches Wachstum zulasten von Kostensenkungsmaßnahmen.

Bei den großen Unternehmen überholt China Deutschland in den Investitionen erstmalig knapp, während Nordamerika gleichzieht. Bei den Unternehmen <500 Mitarbeiter bleibt das Ranking stabil.

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