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Sofort betriebsbereit
Die kapazitive Füllstandmessung ist eine robuste und seit über 50 Jahren etablierte Messtechnik. Dank einer Entwicklung von Prof. Dr. Igor Getman, Armin Wernet und Kaj Uppenkamp entfällt nun die aufwändige Inbetriebnahme beim Kunden. Musste dieser früher die kapazitive Sonde im Behälter abgleichen, diesen dafür leeren und wieder befüllen, wird die Sonde nun bereits im Fertigungsprozess vorabgeglichen und liefert sofort gültige Messwerte. Voraussetzung dafür war die Entwicklung von Algorithmen, die u.a. die so genannten Abgleichwerte berechnen.
Diese Entwicklung erweiterte außerdem die Einsatzmöglichkeiten des Sensors für unterschiedlich leitfähige Medien. Überdies verringert sie den Einfluss einer Ansatzbildung (Verschmutzung der Sonde) auf das Messergebnis erheblich. „Nutzen haben wir zudem selbst daraus gezogen“, betont Wernet: Ergibt die Qualitätsprüfung Werte, die nicht der Berechnung entsprechen, weist dies auf Fertigungs- oder Materialmängel hin.
Bajonettverschluss zwischen Sensor und Messumformer
Mit der Entwicklung einer induktiven Signal- und Energieübertragung zwischen Sensor und Messumformer leitete Endress+Hauser Conducta vor gut einem Jahrzehnt einen Paradigmenwechsel in der Instrumentierung von Analysemessstellen ein. Prämiert wurde jetzt eine Erfindung von Lothar Auerswald, Dr. Torsten Pechstein und Ingrid Wunderlich, die im Gesamtpaket der digitalen Kommunikation zunächst wie ein unscheinbares Detail wirkt: Es ist ein bedienerfreundlicher Bajonettverschluss für die Steckverbindung zwischen Sensor und Messumformer.
Der Verschluss ist einerseits schützende Hülle für die Sensorelektronik. Andererseits verriegelt er die Steckverbindung zum Messumformerkabel zuverlässig – „und zwar, ohne dass das Kabel beim Kuppeln verdrillt wird oder sich die Steckverbindung selbsttätig öffnet“, wie Pechstein betont. Die technisch anspruchsvolle Lösung ist sogar kostengünstig: Sie besteht aus nur drei Kunststoffteilen.
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