Suchen

Energy Excellence Forum 2016

Energiekosten sparen – wettbewerbsfähig bleiben

Seite: 5/5

Firmen zum Thema

Wer braucht welche Kennzahl?

Entscheidend ist aber nicht nur die Qualität der EnPIs. Die Frage ist auch, wie werden die Kennzahlensysteme auf die Informationsbedürfnisse der Betriebsebenen heruntergebrochen. Schließlich benötigt das Management andere Daten, wie der Anlagenfahrer, der entscheidet, in welchem Betriebsfenster er die Anlage hält.

Diese Frage will das EU-Projekt More (Real-time Monitoring and Optimization of Resource Efficiency in Integrated Processing Plants, FP7) klären. Im Rahmen von More wurden Echtzeit-Ressourceneffizienz­indikatoren (REI) entwickelt, mit denen der Zustand von Produktionsanlagen visualisiert und optimiert werden kann – alles mit den Mitteln der Automatisierungstechnik, erklärte Dr.-Ing. Stefan Krämer, Energiemanager bei Ineos in Köln, der bei dem EU-Projekt als Indus- trial Application Coordinator fungiert und über das Projekt berichtete.

Bildergalerie

Diese Indikatoren werden für die verschiedenen Entscheidungsebenen (Anlagenfahrer, Meister, Betriebsleiter, Geschäftsführung) eingesetzt und mithilfe von Optimierung kann die Anlagenfahrweise verbessert werden.

Die Namur-Arbeitskreise 2.4 (MES) und 4.17 (Energieeffizienz) arbeiten gemeinsam in einem Adhoc-Arbeitskreis mit dem Konsortium zusammen: Die Ergebnisse von More fließen nun in eine Namur-Empfehlung ein.

Ohne Digitalisierung geht künftig nichts mehr

Technische Trends zu erkennen, ermöglichen es den Anbietern von Energieeffizienzlösungen, die Bedürfnisse ihrer Kunden besser oder kostengünstiger zu befriedigen. Die Deneff-Befragung „Branchenmonitor 2016“ zur Bedeutung technischer Trends für den Energieeffizienzmarkt, zeigte, dass die Digitalisierung mit Abstand der wichtigste Treiber für Neuentwicklungen ist. So bildete die „Lastabhängige und bedarfsgerechte Steuerung von Anlagen“ für die befragten Anbieter von Energieeffizienzlösungen den wichtigsten technischen Trend. Sie ermöglicht es, die Energieinfrastruktur, bei zunehmend volatiler Einspeisung von erneuerbarem Strom zu stabilisieren. Gleichzeitig wurde in diesem Bereich ein großer Forschungs- und Entwicklungsbedarf identifiziert. IKT- und Software-Innovationen bildeten den zweitwichtigsten Trend. Während neue Materialien keinen starken technischen Trend bilden, sahen in diesem Bereich 74 % der Befragten einen hohen oder mittleren Forschungs- und Entwicklungsbedarf (Quelle: Deneff-Befragung, aggregierte Antworten).

Weitere Artikel zum Thema Energieeffizienz:

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44101293)