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Energy Excellence Forum 2016

Energiekosten sparen – wettbewerbsfähig bleiben

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Watch it – Energieeffizienz ist eine Managementaufgabe

Einen ganzheitlichen Blick auf das Thema Energiemanagement bei Clariant beschrieb Dr. Herbert Maier, der als Global Energy Technology Manager verantwortlich für das weltweite „eWATCH Programm“ ist und direkt an den Vorstand berichtet. Das gebe dem Programm Sichtbarkeit und unterstreiche die strategische Dimension, betonte Maier.

Ein wichtiger Baustein ist die Personalisierung und die Benennung von Verantwortlichkeiten: Energiemanager gibt es deshalb auf jeder Konzernebene – Regionen, Länder, Standort und Betriebe benennen jeweils eigene Verantwortliche, die für Monitoring und Reporting an die nächst höhere Ebene zuständig sind. Begleitet wird das Ganze durch regelmäßige Workshops.

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Zentrale Wissensdrehscheibe zum weltweiten Know-how-Transfer ist der Clariant Energy Intelligence Guide (CEIG) – eine Datenbank mit mehr als 1000 Best-Practice-Beispielen, Schlüsselzahlen und Werkzeugen, die Energieeffizienz befördern. Die Festlegung der Effizienzziele erfolgt auf betrieblicher bzw. Standortebene, mittels einer Basislinie, von der aus der Energieverbrauch in Abhängigkeit von der Produk- tionsmenge betrachtet wird.

Kennzahlen, Energie-Performance-Indikatoren, kurz „EnPIs“ genannt, nehmen deshalb in diesem Sys- tem eine Schlüsselrolle ein. Nicht umsonst ist deren Erhebung in der ISO 50001 explizit vorgeschrieben.

Wer braucht wann, welche Informationen?

Doch welche EnPIs braucht der Energiemanager überhaupt? Hat er alle Kennzahlen, die er benötigt und wie sieht es mit der Automatisierung aus? Diese Fragen stellte der Namur AK 4.17 (Energieeffizienz) den Namur-Mitgliedern und AK-Mitglied Gunther Windecker (BASF) präsentierte die Ergebnisse, die ganz klar EnPIs als wichtige Indikatoren für die Verbesserung der Energieeffizienz identifizieren. Automatisierung und speziell Mess­technik, betonte Windecker, sind unverzichtbare Enabler für Energieeffizienz im Betrieb.

Gerade im Hinblick auf die Ableitung von Energieeffizienzmaßnahmen spiele eine exakte und kontinuierliche Erhebung des Energieverbrauchs eine zentrale Rolle.

Klare Aussage der Befragten: Die Fachleute sehen in mehr Messungen Potenzial, noch besser zu werden, aber nur 20 % geben an, alle Messungen zu haben, die sie brauchen. Oft würden auch Messungen oder Automatisierungslösungen in Neuprojekten mit eingeplant, fallen dann dem „Rotstift“ zum Opfer, um später doch nachgerüstet zu werden.

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