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Energy Excellence Forum 2016

Energiekosten sparen – wettbewerbsfähig bleiben

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Ambitioniertes Projekt am Chemiestandort Leuna

Bei der Energieerzeugung und der Frage, wie Standorte mit dem Druck durch die Preise umgehen, ist der Blick aufs große Ganze gefragt. Das zeigen zwei Projekte, die an sehr unterschiedlichen Standorten umgesetzt wurden: Dem Hauptquartier des Feinchemiekonzerns Merck und dem Chemiestandort Leuna, der in Sachen Strombedarf ein Gigant ist. Der Stromverbrauch entspricht etwa 60 % aller Haushalte in Sachsen-Anhalt, erklärte Thomas Räcke, Servicebereichsleiter Energie der Infra Leuna.

Die Energiekosten machen in der Chemie einen Anteil von 30 % an den Produktionskosten aus und Leuna steht im internationalen Wettbewerb. Eine wettbewerbsfähige Energieversorgung ist daher schlicht eine Überlebensfrage. Wie viele Chemiestandorte setzt auch Leuna auf gasbefeuerte Kraft-Wärme-Kopplung (GuD-Anlagen). Um den hohen Bedarf an Prozessdampf zu decken, wird zusätzlich der Abhitzedampf aus der Chemieproduktion genutzt. „Die Erschließung von Abhitzdampfquellen bietet eine Chance, die Abhängigkeit vom Erdgas zu entschärfen“, erklärt Räcke.

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Im Rahmen des neuen Energiekonzeptes „ProEnergie2014+“ ist die erdgasbasierte Dampferzeugung schrittweise weitestgehend durch Lieferungen aus Abhitzedampfquellen substituiert worden. Die Inbetriebnahme eines neuen Mitteldruckdampfsystems im Jahr 2014 war der erste wichtige Schritt und im zweiten Schritt wurde ein neues Hochdruckdampfversorgungssystem aufgebaut, das den wichtigen Dampfkunden Domo Chemicals zukünftig überwiegend mit Abhitzedampf aus einer Prozessanlage von Linde versorgt.

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