O-Ring-Abdichtung EHEDG-zertifizierte O-Ring-Abdichtung von Rührwerkskomponenten

Redakteur: Gabriele Ilg

Zur Abdichtung von produktberührten Rührwerkkomponenten bietet TMR eine O-Ring-Abdichtung an, die sich keimfrei reinigen lässt und laut eigenen Angaben als erste derartige Rührwerkskomponente EHEDG-zertifiziert ist.

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EHEDG-zertifizierte O-Ring-Abdichtrung
EHEDG-zertifizierte O-Ring-Abdichtrung
(Bild: TMR)

Glatte Behälter, gerade Rohre – wenn es um die Produktion von Lebensmitteln geht, ist Sterilität das A und O. Um den Hygienevorgaben zu genügen, wurden bei der Herstellung von Lebensmitteln, Medikamenten und Kosmetika bislang Rührwerkskomponenten wie Welle, Kupplung und Rührorgan, die innerhalb des Behälters Produktberührung haben, miteinander verschweißt. TMR hat nun eine O-Ring-Abdichtung entwickelt, die den strengen Anforderungen der European Hygienic Engineering and Design Group (EHEDG) entspricht und das Verschweißen überflüssig macht.

Keimfreie Reinigung und mehr Flexibilität

Mit der O-Ring-Verbindung ergeben sich deutliche Vorteile für den individuellen Einsatz der Rührwerke: Alle produktberührten Oberflächen der Verbindung sind – obwohl sie nicht verschweißt sind – leicht keimfrei zu reinigen. Die mit der Abdichtung versehene Verbindung vereinfacht die Montage der Rührwerke. Diese lassen sich zudem flexibler einsetzen, da auch andere Rührelemente angebracht werden können.

Für die EHEDG-Zertifizierung hat das Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität der TU München die von TMR entwickelte O-Ring-Abdichtung dem EHEDG-01-Reinigungstest unterzogen.

Das Ergebnis: Nach der üblichen Reinigung im Cleaning-in-Place-Prinzip (CIP) waren keine Keime mehr feststellbar, egal, ob der O-Ring eingedreht oder axial in die Verbindung eingepresst war.

„Überraschenderweise waren die TMR-Bauteile deutlich besser gereinigt als das zum Vergleich verwendete, ebenfalls mit einer glatten Innenfläche versehene, verbindungsfreie Referenzrohr, das dem gleichen Reinigungsprozess unterzogen war“, erläutert der Gutachter des Forschungszentrums, Dr. Jürgen Hofmann.

Werner Leidner, Geschäftsführer von TMR führt dieses Ergebnis auf ein spezielles von TMR entwickeltes Polierverfahren zurück: „Dieses Verfahren setzen wir bei allen Rührwerken ein, die besondere hygienische Vorgaben erfüllen müssen. Die so polierten Oberflächen erschweren das Anhaften von Keimen deutlich.“

Nach eigenen Angaben darf TMR als einziger Rührwerkhersteller aufgrund der Testergebnisse des Forschungszentrums Weihenstephan seine mit der O-Ring-Abdichtung ausgestatteten Rührwerkskomponenten mit dem EHEDG-Zertifizierungslogo kennzeichnen.

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